Festakt am 6. März

Homberg ist jetzt offiziell Reformationsstadt

Homberg. Reformationsstadt nennt sich Homberg schon lange, doch jetzt wird es offiziell: Die Stadt wird in einem Festakt am Dienstag, 6. März, der Stiftung Refo 500 beitreten und somit auch offiziell den Titel Reformationsstadt tragen.

Im Netzwerk der Stiftung Refo 500 tauschen sich mehr als 100 Städte und Organisationen aus, die für die Reformation, die sich im Jahre 2017 zum 500. Mal jährt, besonders wichtig waren. Die internationalen Projektpartner organisieren Ausstellungen, Kongresse, Tagungen und Führungen zum Thema Reformation und wollen damit auch den Tourismus fördern.

„Wir erhoffen uns durch den Beitritt eine größere Bekanntheit und mehr Touristen“, sagt Dr. Dirk Richhardt, Geschäftsführer des Homberger Stadtmarketings. Denn Menschen, die sich auf die Spuren der Reformation begeben, landen schnell bei der Stiftung Refo 500.

Auf der Internetseite der Stiftung präsentieren sich die mehr als 100 Städte und Organisatoren. Homberg werde dabei nicht untergehen, da die Stadt ein ganz klares Alleingstellungsmerkmal habe, sagt Dr. Richhardt im HNA-Gespräch. „Wir sind der Ort der Reformation in Westdeutschland und nicht die anderen“, so Richhardt. „Damit wollen wir auch angeben.“ Viele der anderen Stiftungs-Städte seien von der Homberg Synode, die 1526 stattfand, abhängig. 1000 Euro jährlich muss das Stadtmarketing zahlen, um Mitglied der Stiftung zu sein. „Das ist bei dem was wir uns an Nutzen versprechen, recht günstig“, sagt Richhardt. Auch international trete Homberg so in Erscheinung.

Intensiv werben

Bis 2017 habe Homberg nun Zeit, intensiv für sich als Reformationsstadt zu werben. Dann ist der Stichtag: das Reformationsjubiläum. Im Jahre 1517 hatte Martin Luther seine 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg genagelt und damit die Anfänge der Reformation gesetzt. „Dann geht es richtig los“, sagt Richhardt.

Während des Festaktes am Dienstag will Richhardt die Pläne Hombergs für die touristische Vermarktung vorstellen. „Schön wäre es, wenn zum Beispiel auf den Ortseingangsschildern Reformationsstadt Homberg stehen würde“, sagt Richhardt. Doch sei das eine politische Entscheidung. (may)

Quelle: HNA

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