Homberg-Kalender von Rolf Mänken: 13 Bilder und die Polizei

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Er sucht einen neuen Blick auf Homberg: Rolf Mänken hat 13 Motive in einem Kalender versammelt.

Homberg. Wenn Rolf Mänken durch Homberg geht, ist er immer auch ein wenig auf der Suche. Auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Blickwinkel auf die Stadt, in der er lebt. Mänkens Leidenschaft ist die Fotografie. 13 Ansichten hat er in seinem Kalender 2013 versammelt.

Ein wenig ist es, als würde man den ehemaligen Lehrer bei seiner Tour durch Homberg begleiten, wenn man durch seinen gerade erschienenen Kalender 2013 blättert. Zugegeben, es ist nur eine kleine Auswahl. Die Auswahl ist ihm nicht leicht gefallen. Schließlich hat Rolf Mänken allein in diesem Jahr bis zu 900 Fotos aufgenommen. „Wenn ich aus dem Haus gehe, dann habe ich immer meine Kamera dabei“, sagt er.

Es ist mittlerweile sein fünfter Kalender mit Homberger Ansichten. „Fotografieren ist meine Leidenschaft“, sagt er. Eine Leidenschaft, die sich durch sein Leben zieht. So war er als Lehrer an der Theodor-Heuss-Schule in Homberg auch Leiter der Foto-AG. Es ist Mänken wieder gelungen, Homberg von nicht so bekannter Seite zu zeigen. „Die Motive sind nicht immer neu, ich versuche aber neue Perspektiven zu finden“, sagt er.

Touristischer Blick

So hat er ein Bild aus dem Dachgeschoss der Engelapotheke am Marktplatz aufgenommen und somit den Marktplatz und Borken auf einem Bild. „Ich werfe einen touristischen Blick auf Homberg, verschweige dabei aber nicht, dass die Schönheit älter wird und nicht mehr nur schön ist“, sagt er und spielt damit auf ein Foto an, das detailliert die eindrucksvollen Fachwerkbauten auf dem Marktplatz zeigt, an denen deutlich der Zahn der Zeit genagt hat. Auch das ist reizvoll. „Es ist nicht mein Ansatz, etwas schön zu machen.“

Fotografie sei ein Dokument. Deshalb lässt er auch keine Verkehrsschilder per Bildbearbeitungsprogramm verschwinden, sondern als Elemente wirken. „Wenn sie mich stören, wähle ich eine andere Perspektive.“ 

Auf ein Spiel mit Wunderkerzen, dem Philipp-Denkmal und den Belichtungszeiten seiner Kamera hat er sich zudem eingelassen. Das hat für einen abendlichen Polizeieinsatz gesorgt, denn ein Anwohner fühlte sich von dem Fotografen und seiner Frau gestört. Mänken lächelt, wenn er davon erzählt. Herausgekommen ist ein Bild, das perfekt zum Monat Dezember passt. Die Idee dazu hat dem Polizisten übrigens gefallen.

Fototour durch die Stadtteile

Gekonnt hat Mänken die Bilder passend zu der jeweiligen Monatsstimmung ausgewählt. Geholfen hat ihm dabei seine Frau Helga. „Sie ist eine kritische und gute Ratgeberin“, sagt er. Längst ist Mänken mit seiner Kamera nicht mehr nur in Homberg unterwegs. Durch seinen Einsatz für die Bilddatenbank des heimatkundlichen Archivs ist er mittlerweile auch in fast allen Homberger Stadtteilen auf Fototour gewesen. Es könnte also sein, dass er auch mal einen Kalender über die Ortsteile veröffentlicht.

Den Homberg-Kalender von Rolf Mänken gibt es in der Buchhandlung Tittmann für 22,95 Euro. Eine zusätzliche Hilfe bietet er in dem A3-Kalender, den er erstmals komplett eigenhändig gestaltet hat: Die Feiertage sind eigens gekennzeichnet.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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