Stadtpark steht an erster Stelle

Homberger Konzept für Projekt Zukunft Stadtgrün steht

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Hier soll sich etwas tun: Klimaschutzmanagerin Helene Pankratz und Heinz Ziegler von der Bauverwaltung vor einer Karte mit dem Fördergebiet für das Programm Zukunft Stadtgrün. 

Ein internationaler Garten, ein Mehrgenerationenspielplatz und ein Umweltbildungszentrum – das und mehr soll mit Hilfe des Förderprojekts „Zukunft Stadtgrün“ in Homberg entstehen.

Nachdem die Stadt mit Einwohnern und Behörden Ideen gesammelt hat, geht es jetzt in die heiße Phase der Planung. Wenn alles gut läuft, kann das Parlament bereits Anfang 2019 über erste Arbeiten abstimmen.

„Wir wollen die Lebensqualität steigern“, sagt Heinz Ziegler von der Bauverwaltung über die Projekte. Seit Anfang des Jahres wurde geplant, ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) erarbeitet, Ideen und Vorschläge gesucht. Dabei kam heraus: Stadtpark und Burgberg beschäftigen die Homberger besonders.

Deshalb soll das Projekt Stadtpark auch als erstes umgesetzt werden, es wurde mit Priorität eins versehen. „Die Entwicklung in diesem Bereich ist der Schwerpunkt“, sagt Ziegler. Geplant sind ein Mehrgenerationenspielplatz, ein barrierefreier Zugang zur katholischen Kirche, der Neubau des Gemeindehauses auf der Parkseite neben der Kirche mit Toiletten und Café. 

Laut Klimaschutzmanagerin Helene Pankratz beteiligt sich die Kirche am Bau des Gemeindehauses. Außerdem soll ein Umweltbildungszentrum an der Haingasse, oberhalb der Gärten der Hermann-Schafft-Schule, entstehen. Diese Gärten gehören bereits der Stadt.

„Ein Garten ist bereits Schulgarten, der soll ausgebaut werden“, sagt Pankratz. Darüber hinaus ist ein Schulungshaus aus nachhaltigen Materialien geplant, nutzbar für alle Schulen aus dem Schwalm-Eder-Kreis.

Auch ein Waldspielplatz an der Osterwiese, die nördliche Stadtmauer, der Burgberg sowie Alter und Neuer Friedhof sollen umgestaltet werden. So sollen etwa die Stadtschreiberstube über der Hochzeitspforte saniert und die Verlobungslaube wiederhergestellt werden. 

Zwischen Reithausplatz und Hochzeitspforte sollen internationale Gärten angelegt werden. Bis es mit den Arbeiten tatsächlich losgehen kann, ist noch viel Planung nötig. Das ISEK muss bis Ende November eingereicht und vom Land geprüft werden. Ist der Rahmenplan genehmigt und förderfähig, können die Projekte konkret erarbeitet werden, erklärt Pankratz. Über diese wiederum muss das Parlament einzeln abstimmen. Anschließend wird eine allgemeine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

Bis zu 6,5 Millionen Euro könnte die Stadt über die Projektlaufzeit von zehn Jahren erhalten. Bund und Land übernehmen 70 Prozent der Kosten, knapp zwei Millionen Euro müsste die Stadt tragen – gäbe es die Höchstförderung.

 Die hängt von den tatsächlich genehmigten Projekten und Fördergeldern ab. „Der Haushalt wird aber nicht so hoch belastet“, erklärt Ziegler. „Wenn alles optimal läuft, ginge es um 200 000 Euro pro Jahr.“ Ziegler betont, dass es nicht darum gehe nur Geld auszugeben. „Das bringt uns auch touristisch etwas, wir haben Klimaschutzziele, die umgesetzt werden müssen.“

33 Hektar werden in Homberg durch Zukunft Stadtgrün gefördert

Das Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ ist ein Projekt zur Stadtentwicklung, das vorhandene Grünflächen, die biologische Vielfalt und den Klimaschutz stärken will. Das Projekt existiert seit 2017, Homberg gehört mit sieben weiteren Kommunen aus Hessen zu den Ersten, die gefördert werden. 

Zur Bewilligung der Förderung muss ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erarbeitet werden, deshalb wurden Ideen gesucht. Die Stadt war nicht nur in Gesprächen mit Einwohnern, sondern auch mit Forstamt, Unterer Naturschutzbehörde und Denkmalpflege. 

Auch Vertreter des Hessischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz seien schon in Homberg gewesen, um sich die Projekte vor Ort anzuschauen. Das Fördergebiet in Homberg umfasst 33 Hektar und erstreckt sich über den Stadtpark bis zum Burgberg.

Quelle: HNA

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