Homberg will Titel „Reformationsstadt Hessens“

Homberg. Die SPD der Kreisstadt Homberg hat beantragt, dass die Stadt künftig den Titel "Reformationsstadt Hessens" tragen soll. Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung folgte das Parlament dem Antrag, jetzt soll das Anliegen dem Innenministerium vorgelegt werden.

Klaus-Thilo Kroeschell ärgerte sich: „Dass uns als christliche Partei das nicht eingefallen ist“, schimpfte der CDU-Sprecher mit leichtem Augenzwinkern am Rednerpult. Doch es waren die Sozialdemokraten, die den Antrag gestellt hatten. Mit dem Titel, kommentierte SPD-Sprecher Stefan Gerlach den Antrag, solle die kirchengeschichtliche Bedeutung Hombergs als Ausgangspunkt der hessischen Reformation hervorgehoben werden, was durch den Beitritt des Stadtmarketingvereins zur Stiftung Refo 500 unterstrichen wurde. Der Titel wirke identitätsstiftend und mache Homberg überregional als Reiseziel bekannt.

Sicher, kommentierte Achim Jäger (FWG), wäre die Bezeichnung schön, doch neu sei sie nicht. Denn zu Beginn der ersten Amtszeit von Bürgermeister Wagner habe eine Umfrage ergeben, dass die Homberger ihre Stadt als Reformationsstadt sähen.

Nein, neu sei all das nicht, pflichtete Grünen-Chef Klaus Bölling bei. Doch wer sei nun der Stiftung Refo 500 beigetreten? War es die Stadt, wie auf der Homepage der Stiftung zu lesen sei, der Stadtmarketingverein oder der Förderverein Haus der Reformation?

Formal sei die Stadt kein Mitglied der Stiftung Refo 500, sage Bürgermeister Martin Wagner. Das sei auf der Internetseite der Stiftung nicht ganz richtig dargestellt. Auch könne Homberg nicht selbst entscheiden, den Titel Reformationsstadt Hessens zu tragen. Über Namenszusätze befinde das Innenministerium und dazu sei ein Antrag nötig.Der soll nun gestellt werden. Künftig soll es im Briefkopf heißen: Kreisstadt Homberg/Efze, Reformationsstadt Hessens. (ras)

Quelle: HNA

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