Der Homberger Jürgen Helm läuft für den guten Zweck über die Alpen

Fast 14 000 Höhenmeter: Der Transalpine-Run fordert von den Läufern alles. Diesmal sind Jürgen Helm aus Homberg und Martin Schenker (kleines Bild links) dabei. Fotos: privat

Homberg. Er joggt 60 Kilometer in der Woche, und das bei jedem Wetter: Und für dieses Jahr hat sich Jürgen Helm aus Homberg vorgenommen, beim Transalpine-Run von Bayern bis nach Südtirol mitzulaufen.

Acht Tage, 700 Teilnehmer aus 30 Nationen, bis zu 50 Kilometer am Tag.

Gemeinsam mit Martin Schenker aus Baunatal geht Helm als Team Nordhessen Speed an den Start. Die beiden suchen noch Sponsoren, die ihren Lauf unterstützen.

„Der Erlös kommt dem Kultur-und Kontaktladen in Kassel zugute“, sagt Martin Schenker. Er arbeitet beim Diakonischen Werk, welches den Kulturladen zusammen mit der Evangelischen Südstadtgemeinde Kassel betreibt. Der Laden soll Menschen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten zusammenführen und ihnen helfen, in ein geregeltes Leben zurückzufinden.

„Der Kulturladen wird größtenteils von Ehrenamtlichen gestemmt. Kommen nicht genug Spenden durch unseren Lauf zusammen, müssen wir den Laden im kommenden Jahr wieder schließen“, sagt Schenker. Deshalb trainieren die beiden Läufer täglich für den Lauf im August.

Die beiden erfüllen sich einen Jugendtraum

Man sieht dem großen, drahtigen 51-Jährigen, der oft lacht, an, dass er viel Sport treibt. „Auch wenn man es nicht glaubt, aber wir wollen die Tour auskosten, für uns ist der Lauf wie Urlaub“, meint der Sportler. Es gehe darum, die Natur zu genießen und an jene Orte zu kommen, an denen keine Touristen mit der Seilbahn fahren können.

Das Ziel: „Wir möchten einfach nur ankommen.“ Es sei ein Jugendtraum, bei solch einem Ereignis mitzumachen.

Der Name Nordhessen Speed soll die Verbindung zur Heimat darstellen. Und Speed (Geschwindigkeit), weil die Läufer schnell unterwegs sein wollen.

Es sei eine echte Herausforderung, wenn man eine Distanz laufe, die im Training nicht auf dem Plan stehe. „Es ist ein besonderes Gefühl, wenn man es geschafft hat“, sagt der Läufer. Dies gelte ihm als Bestätigung seiner Leistung. Er läuft nun seit dem 1983, seinen ersten Marathon hat er 1985 abgeschlossen.

Das Laufen ist für Jürgen Helm neben seiner Arbeit als Geschäftsführer der Ethik-Kommission der Universitätsmedizin Halle ein Ausgleich. Privat schreibt er gerne Kurzgeschichten und guckt Handball. Kontakt per Internet: www.nordhessen-speed.de

Von Leona Nieswandt

Quelle: HNA

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