Homberger Nachtragsetat weist deutlich höhere Gewerbesteuer-Einnahmen aus

Hohe Ziele beim Energiesparen: Durch Investitionen in die Gebäude-Substanz des Homberger Feuerwehrstützpunkts soll der Energiebedarf reduziert werden. Unser Foto entstand kürzlich beim Tag der offenen Tür von der Drehleiter aus. Archiv-Foto: Zerhau

Homberg. Die Stadt Homberg sei besser durch die Finanzkrise gekommen als gedacht, sagte Bürgermeister Martin Wagner, als er in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung den 1. Nachtragshaushalt für 2010 vorstellte.

Der ursprünglich angesetzte Fehlbetrag sei von 4,7 Millionen Euro auf 2,8 Millionen Euro reduziert worden – immerhin 1,8 Millionen Euro weniger.

Als Grund nannte Bürgermeister Wagner die Gewerbesteuer-Einnahmen in Höhe von 5,5 Millionen Euro. Die Reduzierung des Defizits bedeute einen ordentlichen Sprung nach vorne, sagte Wagner, doch sorgten viele Vorgaben für eine chronische Unterfinanzierung der Städte und Gemeinden.

Mit diesem Rekordergebnis liege Homberg im kreisweiten Vergleich auf Platz 2 hinter Melsungen. Dort gingen nach seiner Aussage 8 Millionen Euro Gewerbesteuer ein.

Homberg habe mit den 5,5 Millionen Euro ein Ergebnis, wie es Fritzlar und Borken zusammen aufbrächten. Auch habe die Stadt durch Sturmschäden 360 000 Euro aus dem Holzverkauf eingenommen und 450 000 Mehr aus der Einkommenssteuer erhalten. Dennoch bleibe ein Fehlbetrag von 2,8 Millionen.

Die Gewerbesteuerumlage habe mit 400 000 Euro zu Buche geschlagen, auch die Erhöhung der Kreis- und Schulumlage rückwirkend zum 1. Januar um 366 000 Euro belaste den Haushalt.

Dazu habe der harte Winter viel Geld für Streusalz, Mitarbeiter, Straßenunterhaltung gekostet. Wagner verwies auf die vielen Investitionen, die die Stadt getätigt hat: Die Stadthalle wurde nach Kriterien des Energiesparens saniert. Das gleiche gilt für den Feuerwehrstützpunkt und die Gemeinschaftshäuser in Mardorf und Holzhausen.

Auch der Gehweg in der Rudolf-Harbig-Straße sei ausgebaut worden. Positiv sei es, dass bereits zum Kindergartenjahr 2011/12, also zwei Jahre vor der vorgeschriebenen Frist, die gesetzliche Vorgabe für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren erfüllt sei. (bra)

Quelle: HNA

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