Homberger Parlament befürwortet Aufnahme in Förderprogramm Stadtumbau

Homberg. Der Verein Bürger für Homberg steht nicht alleine da, wenn es um den Erhalt, die Sanierung und den Fortbestand des Gasthauses Krone geht. Derzeit steht das Haus leer. Nach dem Wunsch des Vereins soll es aber möglichst bald wieder als Gasthaus genutzt werden.

Um Fördergeld zu bekommen, müsste das Gebäude in das Förderprogramm Stadtumbau in Hessen aufgenommen werden.

In der jüngste Stadtverordnetenversammlung in Homberg hat sich der Haupt- und Finanzausschuss für die Aufnahme des Gasthauses Krone ausgesprochen.

Hohe Energiekosten

"Das Haus steht viel zu lange leer", sagte Jörg Hassenpflug (CDU) in der Stadtverordnetenversammlung. In Gesprächen mit dem ehemaligen Pächter hatte sich herausgestellt, dass das Haus zwar gut frequentiert war, die Erlöse aber nicht gereicht hatten, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Grund waren die hohen Energiekosten.

Hassenpflug bat um Unterstützung für das Gasthaus. Auch Klaus Bölling von den Grünen sprach sich für die Aufnahme in das Förderprojekt aus. "Die Krone ist ein Schmuckstück. Wir werden die Aufnahme des Gasthauses in das Förderprojekt auf jeden Fall unterstützen", sagte Stefan Gerlach von der SPD.

Manfred Ripke von der FDP sowie Achim Jäger von der Freien Wählergemeinschaft unterstützten ebenfalls den Antrag des Vereins Bürger für Homberg. Ripke betonte, dass das Gasthaus Krone zum Stadtbild gehöre.

Seit März 2011 steht die Krone leer. Der Pächter hatte sich anderweitig orientiert. Dabei liefen die Geschäfte in Homberg nicht schlecht, aber neben der Pacht mussten immens hohe Nebenkosten aufgebracht werden. Die Krone schluckte einfach zuviel Energie. Der Niedergang des Traditionshauses hat den Verein Bürger für Homberg auf den Plan gerufen. Er möchte dafür sorgen, dass die Krone wieder mit Leben erfüllt ist.

Kurz zusammengefasst sieht das Konzept so aus: Der Verein kauft das Haus, es wird energetisch saniert und dann wieder als Gaststätte verpachtet. Knackpunkt ist die Finanzierung.

Derzeit gehört die Krone einer Investment-Dachgesellschaft aus den USA. Sie ist bereit zum Verkauf, der geforderte Preis von 140.000 Euro sei bisher aber noch nicht akzeptabel, sagt Heinz Hause. "Da muss sich noch etwas bewegen."

217.000 Euro, so hat der Verein errechnet, sind für die Sanierung erforderlich. Bei ihrem Finanzierungsmodell setzen die engagierten Bürger auf Unterstützung aus vielen Quellen. (kie/hro)

Quelle: HNA

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