Vermarktung für den Bürgersolarpar soll starten

Homberger Solarpark produziert jetzt Strom

+
Schafe sollen wieder weiden: Der Solarpark auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände ist seit Anfang Januar am Netz. Auch Schafe sollen in ein paar Monaten auf dem Gelände wieder weiden. Unser Bild zeigt einen Solarpark bei Bergheim

Homberg. Der Homberger Solarpark auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände ist am Netz und produziert seit Anfang Januar Strom. „Die Zähler drehen sich, die Wechselrichter sind in Betrieb.

Alles läuft wie geplant“, sagt Günter Elbrecht, Projektentwickler der Firma Tauber-Solar aus Tauberbischofsheim, die die Anlage vermarktet und betreibt.

Nun wolle sich das Unternehmen daran machen, Investoren für die Flächen zu finden. Lange suchen müsse man aber sicher nicht, ist Elbrecht zuversichtlich. „Es gibt bereits Investoren, die mit größeren Beträgen einsteigen wollen. Zwei davon stammen aus dem Schwalm-Eder-Kreis“, sagt er.

Doch könne man sich nicht nur mit stattlichen Summen an der Photovoltaik-Anlage beteiligen, betont er. Denn schließlich handele es sich auch um einen Bürgersolarpark. Mindestens 10.000 Euro muss man jedoch investieren. Eine genaue Rendite-Rechnung werde gerade erarbeitet. Der Termin für eine Informationsveranstaltung für die Bürger stehe noch nicht fest. „Interessenten können sich direkt bei Tauber Solar in Tauberbischofsheim melden“, so Elbrecht. Die Einspeisevergütung betrage 15,95 Cent pro Kilowattstunde. Das sei der maximale Erlös für Konversionsflächen. „Die PV-Anlage ist auf einer Konversionsfläche gebaut.

Dies ist rechtlich geprüft und war eine Grundvoraussetzung für den Kauf dieser Anlage“, sagt Elbrecht. Die Frage, ob der Solarpark auf einer Konversionsfläche entstanden ist oder nicht, wird die Staatsanwaltschaft Kassel entscheiden. Denn dort liegt eine Anzeige vor. „Die Sache ist komplex und wird gerade von uns geprüft“, sagt Dr. Götz Wied, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Etwa sechs Wochen werde es noch dauern, bis man sich ein Bild davon machen könne. Bei Solarparks auf Konversionsflächen kann eine höhere Einspeisevergütung gezahlt werden als sonst üblich. Der Homberger Solarpark ist als Konversionsfläche ausgewiesen.

Ob das jedoch rechtens ist, wurde wiederholt bezweifelt (wir berichteten). Derzeit wird das Gelände, das zur ehemaligen Ostpreußenkaserne gehört, noch von einer Sicherheitsfirma bewacht. „Das hat versicherungsrechtliche Gründe, die Zäune und Sicherheitssysteme werden in Kürze fertiggestellt“, sagt Elbrecht. Neben Zäunen werde auch ein Kamerasystem für die Überwachung angebracht. Wenn all diese Arbeiten abgeschlossen sind, sollen Teile des Geländes auch wieder von der Schäferei Rindt gepflegt werden. „Es sollen dort wieder Schafe weiden, das ist unser Ziel“, sagt Elbrecht.

www.tauber-solar.de

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare