Verdacht der Untreue

Hombergs Ex-Bürgermeister Martin Wagner bald vor Gericht

Homberg. Vor dem Landgericht in Kassel beginnt am Mittwoch, 25. November, der Prozess gegen den früheren Homberger Bürgermeister Martin Wagner (CDU), gegen den wegen des Verdachts der Untreue ermittelt worden ist.

Der heute 48-Jährige soll in der Zeit von Juli 2008 bis Juli 2010 Fördergeld des Landes Hessen missbräuchlich verwendet haben. Dadurch soll der Stadt ein Schaden von 40.000 Euro entstanden sein. Bei dem Geld handelt es sich um Zuwendungen aus dem Programm „Soziale Stadt“, das zielgerichtet zur Stadtentwicklung verwendet werden sollte.

Martin Wagner soll das Geld aber eingesetzt haben, um einen städtischen Mitarbeiter des Stadtmarketings zu beschäftigen.

Der frühere Bürgermeister hatte diese Vorwürfe stets bestritten. Er habe weder Fördergeld falsch eingesetzt, noch damit der Stadt einen Schaden zugefügt, hatte er zu einem früheren Zeitpunkt gegenüber der HNA erklärt.

Bereits seit Ende 2010 ist das Verfahren in der Schwebe. Vom Landgericht Kassel war es bereits einmal abgewiesen, dann vom Oberlandesgericht Frankfurt doch für zulässig erklärt worden. Nun sind insgesamt sieben Termine vor dem Landgericht Kassel anberaumt worden. Es sollen 14 Zeugen und ein Sachverständiger gehört werden.

Martin Wagner war von 2002 bis 2014 Bürgermeister der Kreisstadt Homberg. Zur Wahl im vorigen Jahr war nicht mehr angetreten. Sein Nachfolger ist Dr. Nico Ritz.

In einem anderen Verfahren hatte der 48-Jährige 2010 einen Strafbefehl über 30 Tagessätze angenommen. Damals ging es um Manipulationen an einem Fahrtenbuch. Zu einem Prozess war es dann nicht gekommen.

Quelle: HNA

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