Bürgermeisterwahl

Hombergs Grüne ohne Wahlempfehlung

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Für den Kauf der Krone: Grüne sind dafür, stadtbildende Gebäude zu kaufen. Foto: Yüce

Homberg. Sie stelle keinen eigenen Kandidaten und sie könne derzeit noch keine eindeutige Wahlempfehlung für einen der fünf Bürgermeisterkandidaten abgeben, teilt die Homberger Fraktion der Grünen mit. Wichtig sei ihnen, dass es künftig eine Politik des Integrierens statt des Intrigierens in Homberg gebe.

Noch seien einige Kandidaten recht vage in ihren politischen Aussagen, kritisieren die Grünen. Die Fraktion habe indes ihre Positionen festgelegt: „Priorität hat die Revitalisierung der Innenstadt, für die die Grünen schon vor Jahren Vorschläge vorgestellt haben, die zum Teil Eingang in das Revitalisierungskonzept des Stadtbauamts und des Architekten Jochen Gontermann fanden“, so der Fraktionsvorsitzende Klaus Bölling.

Weiter Planungen 

Dieses Konzept mit einer Kombination aus Wohnen, Handel und Dienstleistung in der Innenstadt mit einer Quartiersentwicklung für den Bereich östlich des Marktplatzes betrachten die Grünen als Grundlage für die weiteren Planungen in der Altstadt.

Zudem seien die Grünen für den Ankauf historisch wichtiger Gebäude wie der Krone oder der Schirnen durch die Stadt. Diese stadtbildprägenden Gebäude dürften nicht dem Verfall preisgegeben werden. „Für die Krone sollte weiterhin eine gastronomische Nutzung im Vordergrund stehen und nicht die Umwandlung in ein Haus der Reformation.“

Klare Absage 

Eine klare Absage erteilen die Grünen den Forderungen nach einer Übernahme des ehemaligen Krankenhauses durch die Stadt. „Hier sind die Risiken zu groß und der Investitionsbedarf zu hoch.“

Kritisiert wird auch das derzeitige Vorgehen bei der Umwandlung der Kasernen in ein Gewerbegebiet, das insbesondere von der SPD und ihrem Bürgermeisterkandidaten mitgetragen werde. Auch hier bestehe keine gesicherte Finanzierung.

Nach wie vor werde überdies die weitere Entwicklung von der Umsetzung des Stadtverordneten Beschlusses zur Rückabwicklung einer fragwürdigen Grundstücksvergabe an den CDU-Stadtverordneten Axel Althaus abhängig gemacht.

Die Grünen kritisieren auch, dass für die erforderliche Erschließung der ehemaligen Kasernen mehrere Millionen aufgewendet werden müssten, deren Refinanzierung immer fraglicher werde, gleichzeitig aber unter den Bedingungen des Schutzschirms die Infrastruktur der Stadtteile mit Dorfgemeinschaftshäusern oder dem Bewegungsbad in Hülsa in Frage gestellt werde.

Für die Sicherung des Programms „Soziale Stadt“ wollen sich die Grünen einsetzen. Es habe zur Aufwertung des Bahnhofviertels gesorgt. „Diese positive Entwicklung, die durch den Stadtteilmanager und die beteiligten Initiativen getragen wird, muss gesichert und auch nach Auslaufen des Programms weitergeführt werden.“

Einschätzung der Bewerber

Die Grünen hätten Gespräche mit den Bürgermeisterkandidaten geführt und geben eine Einschätzung ab. Das umfangreiche Papier kann ab sofort als digitale Broschüre über die aufgefrischte Homepage der Grünen www.gruene-homberg.de oder über die Facebook Seite www.facebook.com/gruene.homberg abgerufen werden.

Quelle: HNA

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