Großübung der Frielendorfer Feuerwehren: Explosion in Kinderspiellandschaft

Horrorszenen am Silbersee

Einsatz im Schneegestöber: Die Frielendorfer Feuerwehren, unterstützt von den Wehren aus Schwalmstadt und Homberg und von den DRK-Gruppen aus Schwalmstadt und Verna/Allendorf, stellten sich einem Übungsszenario am Silbersee. Fotos: Mühling

Frielendorf. Die 200 Feuerwehrkräfte und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes hatten am Freitagabend bei der Großübung am Frielendorfer Silbersee alle Hände voll zu tun. Angenommen wurde eine Explosion in der Küche des Hotels Silbersee. Das Übungsszenario: Durch die enorme Druckwelle stürzten in der angrenzenden Kinderspiellandschaft Frielo-Land, in der sich rund 50 Personen aufhielten, zahlreiche Spielgeräte ein und begruben Kinder und Erwachsene. Das Hotel, in dem sich 38 Personen befanden, stand in Flammen.

Um 19.40 Uhr wurde der Alarm ausgelöst. Die 14 Frielendorfer Feuerwehren rückten mit kompletten Mannschaften aus. Unterstützt wurden sie von den Feuerwehren Schwalmstadt und Homberg. Auch der DRK-Sanitätszug aus Schwalmstadt und der DRK-Ortsverein Verna/Allendorf rückten mit mehreren Rettungswagen an. Insgesamt fuhren mehr als 40 Fahrzeuge den Silbersee an. Den eintreffenden Einsatzkräften wurde einiges abverlangt. Zum einen galt es, die 40 zwar unverletzten, aber dennoch panischen Besucher des Frielo-Landes zu betreuen. Zum anderen mussten der Brand im Hotel gelöscht und zehn Verletzte, sehr drastisch vom DRK-Mimtrupp dargestellt, aus der Spiellandschaft geborgen werden.

In kleinen Trupps drangen die Feuerwehrleute in das Gebäude ein. Hier war es stockfinster, lautes Knistern und Krachen, Hilferufe und Schreie der Verletzten waren zu hören. Die Geborgenen wurden an die DRK-Helfer übergeben und im Restaurant Seeblick erstversorgt. Die Ersthelfer mussten Kopfverletzungen, Fleisch- und Brandwunden an Armen und Beinen, Schnittverletzungen und Quetschungen behandeln. Auch ein Notfallseelsorger aus Homberg war im Einsatz.

Mehrere Zuschauer hatten sich trotz des widrigen Wetters am Hotel Silbersee eingefunden. Gespannt verfolgten sie das Zusammenspiel der einzelnen Rettungseinheiten und bewunderten die Mimen, die ihre Verletzungen so realistisch darstellten. Gegen 21.30 Uhr war die Übung beendet.

Gemeindebrandinspektor Norbert Mühling : „Im Großen und Ganzen bin ich mit den Leistungen zufrieden,“ erklärte er. Einige Schwächen seien festgestellt worden. Aus denen könne man aber lernen. Sein Fazit: Dafür, dass es für die Feuerwehr Frielendorf die erste Großübung mit so vielen Verletzten und Einsatzkräften gewesen ist, haben alle sehr gut gearbeitet.

Von Isa Mühling

Quelle: HNA

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