Habichtswalds Gemeindebrandinspektor hat vor Ablauf der Frist sein Amt niedergelegt

Horst Löwenstein ist zurückgetreten

Zurückgetreten: Habichtswalds Gemeindebrandinspektor Horst Löwenstein stellt aus persönlichen Gründen seinen Posten zur Verfügung. Archivfoto: nh

Habichtswald. Drei Jahre plus X. Dies war die Bedingung, unter der Horst Löwenstein seinerzeit ein weiteres Mal das Amt des Gemeindebrandinspektors in Habichtswald übernommen hatte. Nun hat er einige Wochen vor Ablauf der Frist hingeschmissen. Aus persönlichen Gründen, wie er sagt.

„Man macht es nicht allen Leuten recht“, kommentiert der 53-Jährige seine Entscheidung. Immerhin 18 Jahre lang hatte er den Posten inne, vor dieser Zeit hatte er 13 Jahre lang die Ehlener Wehr geführt. Am kommenden Samstag nun soll ein neuer Gemeindebrandinspektor gewählt werden. Es wird davon ausgegangen, dass Löwensteins ehemaliger Stellvertreter, Pascal Kumpies, die Aufgabe übernehmen wird. „Bei mir ist die Luft raus“, räumt Löwenstein ein, der täglich bis zu zwei Stunden für die Wehr auf den Beinen war.

Thomas Raue

Bürgermeister Thomas Raue hat auf die Nachricht mit Bedauern reagiert. Allerdings sei von vornherein klar gewesen, dass Horst Löwenstein in absehbarer Zeit als Gemeindebrandinspektor habe aufhören und seinen Nachfolger habe habe vorbereiten wollen. „Der Job ist anstrengend“, sagt Raue. Man reibe sich auf. Und wer Löwenstein kenne, wisse, dass er die Dinge mit viel Engagement und Herzblut anpacke. Oft stehe man zwischen den Fronten. Auf der einen Seite seien Wehr und Wehrführer, die ihre Ausrüstung auf Vordermann bringen wollen – auf der anderen Seite sei da der Bürgermeister, der auf die angespannte Haushaltslage verweise. „Ich habe Verständnis für seine Situation“, sagt Thomas Raue.

Der Verwaltungschef zollt Löwenstein „allerhöchsten Respekt“. Er habe einen sehr guten Job gemacht und das Feld ordentlich bestellt. Sowohl in personeller Hinsicht als auch in Richtung Ausrüstung und Fuhrpark könne sich die Wehr sehen lassen. (ant)

Quelle: HNA

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