Hospital in Fritzlar soll mit aller Macht erhalten werden

Neuer Ärztlicher Direktor: Dr. Carsten Bismarck.

Fritzlar. Klare Auskunft: Das Fritzlarer Hospital zum Heiligen Geist soll mit aller Macht in der bestehenden Form erhalten bleiben.

Das sagte der neue Ärztliche Direktor, Dr. Carsten Bismarck, im HNA-Gespräch. Diese feste Zusage habe ihm das Kuratorium gegeben.

Die Klinik ist die einzige im Landkreis, die nicht von einem Krankenhauskonzern betrieben wird, sondern von einer Stiftung. Das bedeutet vor allem, dass das Hospital zum Heiligen Geist keine Zuschüsse erhält, sondern finanziell auf eigenen Füßen stehen muss. Der Kuratoriumsvorsitzende Karl-Otto Winter sagte, dass man die Eigenständigkeit erhalten wolle und als zweites Standbein das Seniorenheim St. Elisabeth habe.

„Hinter uns liegen bewegte Zeiten“, erklärte Bismarck. Man habe mit zwei veränderten Situationen kämpfen müssen: Dem Weggang seines Vorgängers Dr. Wolfgang Dausch, der ein Verlust für das Krankenhaus sei. Und dem steigenden Druck, denn bei gleichbleibender Patientenzahl arbeite man - wie in anderen Häusern auch - mit weniger Personal. „Wir stehen mit dem Rücken an der Wand und das führt zu Unruhe, die man spürt.“

In den vergangenen Wochen habe man lange über die Trägerschaft des Hospitals diskutiert, so Bismarck weiter. Der Übergang zu einer Krankenhauskette sei aber keine Alternative. Dadurch werde man zu einer Portalklinik, die anspruchsvolle Fälle in die Mutterklinik abgebe. Er wolle sich medizinischen Herausforderungen stellen, so Bismarck weiter. Bei dieser Entscheidung hätten Geschäftsführer, Ärzte und Pflege im Gleichklang gehandelt, sagte Stiftungsgeschäftsführerin Barbara Gawliczek. Bei der Zusammenarbeit sei man wieder auf einem guten Weg dahin, dass es wieder so werde, wie es war. Geschäftsführer Heinrich Gerdes hatte am Gespräch nicht teilgenommen.

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Quelle: HNA

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