Touristikmanager trotzdem zufrieden

Hotels im Altkreis hatten vergangenes Jahr zwölf Prozent weniger Gäste

+
Radfahrwege locken Touristen an: Der Hessische Fernradweg R 4 verläuft durchs Wolfhager Land und führt auch an Gut Laar vorbei. Radfahrer und Wanderer sind es, die sich in Hotels und Pensionen der Region einquartieren.

Wolfhager Land. Mit der Entwicklung des Tourismus im Wolfhager Land ist Reiner Merkel, Touristikmanager beim Verein Region Kassel-Land, zufrieden. Und das, obwohl die Zahl der Übernachtungen in Herbergsbetrieben im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent gesunken ist.

Zählten die Hoteliers im Jahr 2012 noch 133.184 Übernachtungen, so waren es im vergangenen Jahr nur noch 117.748.

„Nur die Hälfte unserer Betriebe fließt allerdings in die Statistik des Landes ein“, sagt Merkel. Kleinere Ferienhäuser und Pensionen würden nicht erfasst. Nur Häuser mit mehr als neun Betten sind verpflichtet, ihre Daten zu melden. Außen vor bleiben Hotels, die in einer Gemeinde ohne Konkurrenz sind und bei denen eine Offenlegung der Zahlen den Datenschutz gefährdet.

Wer die Region bereist, findet in nahezu jedem Ort eine Übernachtungsmöglichkeit. Von den 11.300 Betten im Landkreis Kassel stehen 2049 im Wolfhager Land. Das ergab eine Abfrage aus dem Jahr 2012. Kleine, privat geführte Frühstückspensionen und Ferienwohnungen ergänzen dabei die Angebote der Hotels und hätten in den vergangenen Jahren an Qualität zugelegt. „Viele wollen sich beim Deutschen Tourismusverband (DTV) klassifizieren lassen“, so Merkel. Die Gäste verlassen sich auf die vom DTV vergebenen Sterne und müssen bei Bezug der Unterkunft keine bösen Überraschungen erleben.

Blickt man auf die offiziellen Zahlen des Landesamtes, übernachten die meisten Besucher in Naumburg, Wolfhagen und Bad Emstal. In den Hotels aller drei Kommunen gab es gegenüber dem Jahr 2012 im vergangenen Jahr Einbrüche. Nicht immer seien die Gründe nachvollziehbar. Beim Hotel Emstaler Höhe in Bad Emstal allerdings schon. So wurden dort im vergangenen Jahr 22 Zimmer renoviert. Wie Merkel sagt, hätte 2013 etwa die Hälfte der Betten nicht zur Verfügung gestanden.

Von Antje Thon

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare