Zwei Spieler des Bundesligavereins stellten sich den Fragen ihrer Fans

HSV-Stippvisite in Schorbach

Geschenke: Der Vorsitzende des HSV Fanclubs, Harald Becker (zweiter von links), und sein Stellvertreter Michael Eule (rechts) nahmen die signierten Fotos von Ashton Götz (links) und Gideon Jung entgegen. Foto: Löwenberger

Schorbach. Der Besuch der Spieler des Hamburger Sportvereins Ashton Götz und Gideon Jung beim HSV Fanclub 38/50 Schorbach am Sonntagnachmittag stand nicht gerade unter einem guten Stern. Das lag unter anderem daran, dass das Eintreffen der Fußballprofis für 15.15 Uhr angekündigt war. Als die Promis dann tatsächlich da waren, war es fast zwei Stunden später.

Mit dem Zug waren Götz und Jung von Hamburg nach Kassel gereist. Dort wurden sie von den Fanclubvorsitzenden abgeholt. Aus vereinstechnischen Gründen hatten sie offenbar einen Zug später nehmen müssen als ursprünglich geplant.

Auch wenn sich die knapp 50 Besucher, darunter rund ein Dutzend des HSV Fanclubs Treysa, mit Würstchen, Bier und Limo die Zeit vertrieben, gingen selbst den eingefleischtesten Fußballenthusiasten irgendwann die Themen rund ums runde Leder aus. Der HSV hatte am Tag zuvor in einem – nicht nur nach Meinung der Fans – desaströsen Spiel 2:0 gegen den VFL Wolfsburg verloren und liegt damit nun mit 16:43 Toren abgeschlagen und ziemlich aussichtslos am Ende der Bundesligatabelle.

Einerseits war man hoch erfreut, dass endlich einmal Spieler des Vereins den Weg in den Ottrauer Ortsteil gefunden hatten, andererseits kommen Götz und Jung aus der „zweiten Reihe“. Beide spielen derzeit im Mittelfeld der zweiten Mannschaft.

Fan Lothar aus Treysa thematisierte mangelndes Engagement, fehlendes Selbstvertrauen und zu wenig Professionalität. Die HSV-Stars fühlten sich angegriffen und schalteten erst mal auf distanzierten Abwehrmodus. Zu einem möglichen Trainerwechsel wollten sie sich nicht äußern- Man müsse den Kopf wieder frei kriegen und natürlich werde man in der ersten Liga bleiben, äußerten sie vereinskonform. Erst als Götz die Frage nach der zukünftigen Strategie lapidar mit „Punkte sammeln“ beantwortete, löste sich die Spannung.

Nach etwa 15 Minuten gingen den Fans die Fragen aus und es folgte der Austausch von Gastgeschenken, Club-T-Shirts mit Vereinslogo für die Fußballer, signierte Fotos von den Profis und ein HSV-Buch für das Vereinsheim. Im Anschluss mussten die Fußballer noch ungezählte Autogramme geben, auf Fotos, Schals und „Heiligtümern“ wie Fankutten, für ebenso viele Fotos mit Fans posieren. Und dann war alles auch schon vorbei, weil die beiden HSV-Spieler wieder zurück an den Kasseler Bahnhof gebracht werden mussten. (bf)

Von Bernd Löwenberger

Quelle: HNA

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