Üben für Afghanistan: Fritzlarer Tiger könnten 2012 in den Einsatz gehen

Fritzlar. Vier Kampfhubschrauber Tiger könnten ab Oktober kommenden Jahres über Afghanistan fliegen und die deutschen Bodentruppen unterstützen. Das gab Jürgen Setzer, General der Luftbeweglichen Brigade 1, gestern in Fritzlar bekannt.

Seit einigen Tagen haben die Fritzlarer Soldaten drei Exemplare des Hubschraubers mit Verkehrszulassung. Mit diesen Maschinen sind die Tests abgeschlossen, im Mai sollen zwei weitere dazu kommen. „Wir haben das rote Nummernschild weggeworfen“, sagte Oberst Ulrich Ott, Kommandeur des Kampfhubschrauberregiments mit einem Vergleich aus dem Straßenverkehr.

Der Hubschrauber selbst hat kein Nummernschild, aber eine Kennung. Die Einführung der Hubschrauber war kompliziert, es kam immer wieder zu Verzögerungen. Zuletzt hatten die Techniker lange mit Kabeln zu kämpfen, die immer wieder durchscheuerten. Man liege fünf Jahr hinter dem ursprünglichen Plan, sagte General Setzer und übte auch Kritik. Die Industrie habe die Komplexität des Hubschraubers unterschätzt, sagte er.

Fritzlar: Kampfhubschrauber Tiger in der Vorbereitung auf den Einsatz

Wenn die Politik es beschließt, könnten vier Tiger 2012 nach Afghanistan gebracht werden. Das würde mit einem Transportflugzeug vom Typ Antonov passieren, erklärte Setzer.

Das Regionalkommando Nord, in dem die Bundeswehr in Afghanistan stationiert ist, hat eine Ausdehnung von 800 (Ost-West-Richtung) mal 400 (Nord-Süd) Kilometern. Der Tiger wäre in der Lage, jeden Punkt in diesem Gebiet innerhalb von 30 bis 60 Minuten zu erreichen.

Aufklärung, Feuerunterstützung sowie Überwachung und Schutz etwa von Konvois wären die Aufgaben der Tigerpiloten am Hindukusch.

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Quelle: HNA

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