"Gezielter Anschlag auf unsere Hunde"

Hundebesitzer sind sauer: Essensreste am Waldrand bringen Gefahr für Tiere

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Machen sich Sorgen um ihre Hunde: von links Jens Günther mit Sammy, Doris Boy mit Zenna, Reinhold Thiemann mit Nico, Peter Schumacher mit Baghira und Monika Schuldt mit Uzuri sind verärgert über die illegale Müllkippe am Waldrand.

Melsungen. Es ist ein hässlicher Anblick, der sich Spaziergängern am Rande des Melsunger Stadtwalds bietet: Unbekannte entsorgen dort immer wieder ihre Küchenabfälle. Verfaultes Obst, Eierschalen, sogar Fischgräten und Hühnerknochen liegen herum – das berichten Anwohner, die dort mit Hunden Gassi gehen.

Doch die illegale Müllkippe sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch gefährlich für die Hunde. „Wenn ein Hund so einen Hühnerknochen verschluckt, kann er daran sterben, weil der Knochen im Magen splittern kann“, sagt Peter Schumacher, der mit seiner Hündin Baghira oft auf dem „Rivieraweg“ genannten Pfad am Waldrand spazieren geht. Er hat schon große Ängste um den Hund ausgestanden, weil er fürchtete, dass Baghira eine Fischgräte verschluckt hätte, die auf einem der Müllberge gelegen hatte – zum Glück ein Irrtum. „Diese Sache bereitet uns schlaflose Nächte“, sagt auch Doris Boy, die ebenfalls oft mit ihrem Hund am Waldrand unterwegs ist.

Normalerweise lassen die Hundebesitzer ihre Tiere dort gern ohne Leine laufen. Doch derzeit verzichten sie lieber darauf, aus Angst, die Hunde könnten doch etwas Gefährliches zwischen die Zähne kriegen. „Ich betrachte das als gezielten Anschlag auf unsere Hunde“, sagt Hundebesitzer Reinhold Thiemann.

Deshalb denken die Anwohner darüber nach, Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten. Noch aber hoffen sie, dass sich das Problem von selbst erledigt – und die Unbekannten ihren Müll künftig in der Tonne entsorgen statt im Wald.

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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