Mindestens 60 Euro pro Jahr sind fällig

Hundehalter müssen mehr Steuer zahlen

Je sechs Euro mehr im Jahr: Der Ersthund kostet künftig 60 Euro, der Zweithund 78 Euro jährlich an Steuern. Foto:  Müller-Neumann

Melsungen. Für die 578 Ersthunde in Melsungen müssen deren Halter künftig jährlich 60 Euro an Steuern an die Stadt zahlen. Die 39 gemeldeten Zweithunde kosten dann 78 Euro. Der Steuererhöhung um je sechs Euro haben die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Mittwochabend zugestimmt. Sie gilt auch für Jagdhunde.

Beschlossen wurde auch, dass alle weiteren Hunde eines Halters demnächst zwölf Euro mehr kosten sollen. Das sind dann 102 Euro im Jahr.

Unverändert bleibt der Steuerersatz für gefährliche Hunde - 612 Euro jährlich. Allerdings entfällt der bisherige Rassenkatalog. Als gefährlich werden Hunde definiert, deren Gefährlichkeit nach der Hessische Hundeverordnung definiert ist.

Ausnahmen

Auf Antrag können Halter von der Steuerpflicht befreit werden. Das sind solche Personen, die ausgebildete Blinden- oder Behindertenbegleithunde benötigen.

Neu in der Satzung ist der Passus, dass auf Antrag für Hunde aus dem Tierheim über einen bestimmten Zeitraum keine Steuer zu entrichten ist. Und für Tierheimhunde, die zum Zeitpunkt der Übernahme älter als acht Jahre sind, muss keine Steuer bezahlt werden.

Ausnahmen gibt es auch für Hüte-, Wach-, Melde-, Sanitäts- und Schutzhunde. Deren Halter zahlen auf Antrag nur den halben Steuersatz - ebenso Menschen, die Sozialhilfe beziehen oder diesen einkommensmäßig gleichgestellt sind. In ihren Fall gilt das aber nur für den Ersthund.

Steuermarken bleiben

Galten die Steuermarken bisher für zehn Jahre - dann gab es von der Stadt eine neue - so bleiben diese künftig gültig, so lange man diesen Hund hält.

Unverändert bleibt die Pflicht, dass der Hund in der Öffentlichkeit seine Steuermarke gut sichtbar am Halsband tragen muss. (bmn)

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Quelle: HNA

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