Deutsche und tschechische Berufsschüler bauten Schaukelpferde für Kindergärten

Von der Idee zum Gerät

Glückliche Nachwuchs-Jockeys, kreative Baumeister, großzügige Sponsoren: Alle Beteiligten freuten sich über das erfolgreiche deutsch-tschechische Kooperationsprojekt. Foto: Ehl-von Unwerth

Homberg. Abenteuerliche Reitausflüge mit einem altbewährten Spielzeug-Klassiker werden künftig in fünf Kindergärten regelmäßig auf dem Programm stehen: Erzieherinnen und Schützlinge der Kindergärten in Holzhausen, Lenderscheid, Hülsa, Rengshausen sowie die Kindergruppe Kimm aus Melsungen nahmen kürzlich in der Homberger Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule jeweils zwei massive Holz-Schaukelpferde in Empfang.

Die begehrten Spielgeräte auf gebogenen Kufen entstanden in deutsch-tschechischer Gemeinschaftsproduktion. Insgesamt zehn Exemplare baute eine Homberger Tischler-Berufsschulklasse im dritten Ausbildungsjahr gemeinsam mit sieben Auszubildenden der tschechischen Partnerschule Stredni Skola aus Pelhrimov.

Innerhalb einer Woche wurde das Arbeitsprojekt in national gemischten Gruppen von einem ersten skizzierten Rohentwurf bis hin zur Fertigung an der Werkbank sowie mittels modernster CNC-Technik umgesetzt.

Dank der finanziellen Unterstützung der VR-Bank Schwalm-Eder konnten die Spielgeräte an die Kindergärten gespendet werden.

Von dem in dieser Form seit vielen Jahren bestehenden Austausch beider Schulen profitierten grundsätzlich alle Beteiligten, beteuerten die beiden Fachlehrer Matthias Rohwer und Frank Lindekamm, die das Projekt an der Homberger Berufsschule betreuen.

„Die Fähigkeit zur Teamarbeit ist eine wichtige Eigenschaft in der modernen Berufswelt.“

Die fachlehrer

Dabei lernen die Auszubildenden nicht nur die Holzverarbeitungstechniken im jeweils anderen Land, sondern auch die unterschiedlich organisierten Bildungssysteme kennen. In Tschechien wird ausschließlich in der Berufsschule gelehrt, Deutschland dagegen praktiziert die duale Ausbildung in Handwerksbetrieben und Berufsschule.

Entsprechend erlebten die Gäste nicht nur den deutschen Berufsschulunterricht, sondern auch die Praxis in den Betrieben ihrer Partnerschüler. Neben den handwerklichen Techniken spiele auch die Vermittlung sozialer Kompetenzen eine wichtige Rolle. Die Fähigkeit zur Teamarbeit sei eine wichtige Eigenschaft in der modernen Berufswelt, betonten die Fachlehrer.

Ein eigens zusammengestelltes Begleitprogramm sorgte schließlich auch für Einblicke in die deutsche Lebensmentalität.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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