Kulturwoche im Waberner Bahnhof

Ideen für eine bessere Welt

E-Lastenrad statt Auto: von links Olaf Carls und Andreas Köthe mit Amadeus Burkhardtsmayer von Vorfahrt für Jesberg e.V. Fotos: Zirzow

Wabern. Bei der Waberner Kulturwoche hatten Andreas Köthe und Olaf Carls zur ersten Ideenmesse im Kulturbahnhof eingeladen, bei der ungewöhnliche Projekte und Ideen vorgestellt wurden.

Neben einem virtuellen Museum und dem Filmprojekt Fritzlar gehörten eine Felsberger Sportgruppe mit dem Thema „Fit für die Schule“, Informationen zum Museumsbus Schwalm-Aue, freundliche Erfindungen des Tischlers Peter Freund, das Projekt Vorfahrt für Jesberg mit zehn Alternativen zum eigenen Pkw, das „Biostop Drive-In“ von Andreas Köthe mit Kurzmassage und Bio-Drink und der Spieleerfinder Martin Ebel zu den Präsentationen.

Den mit 100 Euro ausgelobten Preis für den „Ersten Waberner Ideenstürmer“ teilten sich Cornelia Döring aus Zennern und der Iraner Ali Zare aus Niedermöllrich, die nach Meinung der Besucher mit ihren Projekten zu den Besten gehörten.

Cornelia Döring stellte mit „Farm Cooking“ vor, wie durch Einkochen, Sterilisieren, Trocknen oder Backen vermieden wird, dass Obst, Gemüse und andere Lebensmittel einfach weggeworfen oder vernichtet werden. Das sind geschätzte elf Millionen Tonnen jährlich.

Ali Zare sorgt mit „Ali´s Konstruktion“ dafür, dass in den Waberner Werkstätten die Zeit für einen Arbeitsgang von vorher 35 Minuten auf 22 Sekunden reduziert wurde. Das bewirkt ein unscheinbarer Holzkasten, in dem eine einfache Mechanik beim Hindurchziehen der 55 Meter langen Kunststoffträger die darauf montierten Clips ablöst, die dann in der Automobilindustrie verwendet werden. Bis zur zündenden Idee des Erfinders war das noch reine Handarbeit.

Bürgermeister Claus Steinmetz hatte bei seiner Begrüßung festgestellt, dass gute Ideen immer zu einer Verbesserung der Welt gehörten und dabei auf die Entdeckung des Feuers vor 32 000 Jahren hingewiesen, was zu einer bahnbrechenden Änderung der Lebensumstände führte. Für musikalische Unterhaltung sorgten der Sologitarrist Günter Knoblauch und mit eigenen Kompositionen Soulsell am Mischpult. 

Quelle: HNA

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