Stadt startet Initiative, um dem Leerstand in Treysa und Ziegenhain entgegenzuwirken

Ideen für leere Häuser

Erhoffen sich Perspektiven: Bürgermeister Wilhelm Kröll mit Karl-Dieter Schnarr vom Schwalmstädter Büro Plus Concept. Foto: Lache-Elsen

Schwalmstadt. „Öffnet uns die Türen unbewohnter sanierungsfähiger Objekte“, so brachte der Stadtplaner Karl-Dieter Schnarr das Projekt auf den Punkt, zu dem Schwalmstadts Bürgermeister Wilhelm Kröll den Startschuss gab. Ziel des Auftrags an das Schwalmstädter Büro Plus Concept ist es, aus leerstehenden Gebäuden jene auszusuchen, „von denen wir uns mehr erwarten“, sei es für Wohnbau oder Gewerbe.

Durch ein Leerstands-Management möchte die Stadt Schwalmstadt dem negativen Trend von leer stehenden Gebäuden entgegenwirken. Der Stadt stehen noch Fördermittel zur Verfügung. Das Schwalmstädter Büro plusConcept wird in den nächsten Wochen und Monaten Leerstände erfassen, Kontakt mit Hauseigentümern aufnehmen und analysieren, was mit ihren Gebäuden in Zukunft geschehen soll – so fasst Schwalmstadts Bürgermeister Wilhelm Kröll die Aufgabenstellung zusammen. Zum Auftakt hatte er Jürgen Altenhof, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder, Dieter Dötenbier, Thorsten Hellwig und Gerold Stiebeling vom Handels- und Gewerbevereinigung Treysa, Hans Gerstmann vom Arbeitskreis Festung Ziegenhain und die Ortsvorsteher der Stadtteile Treysa und Ziegenhain eingeladen. „Der demografische Wandel konterkariert die Bemühungen der letzten 25 Jahre“, bilanzierte Karl-Dieter Schnarr die Situation. In den 90er-Jahren habe es in Schwalmstadt geboomt, was den Wohnungsbau angeht. „Ab 2000 hat’s uns kalt erwischt“, sagte.

Das Leerstands-Kataster werde aktualisiert. Dann möchte der Stadtplaner Schnarr eine Auswahl treffen und „die aussuchen, von denen wir uns mehr erhoffen“. Auch die Denkmalpflege werde eine Rolle spielen. Schnarrs Ziel ist es auch, neue Nutzungen für ungenutzte Gebäude zu finden. Auch die Variante eines Abbruchs gebe es, sagte er. „Manchmal ist eine Aufweitung, mehr Fläche und Sonne ein Vorteil. Er unterstütze Eigentümer, ihren Informationsstand zu verbessern, Entscheidungen vorzubereiten, beim Anschub von Initiativen, bei der Sanierung, Marketing und in Einzelfällen mit einem Konzept. „Wir wollen das Vertrauen in den Standort verbessern“, sagte er.

Kontakt: Bürgermeister Wilhelm Kröll, Tel. 06691/207-0; Bauamtsleiter Heinz Wickert, Tel. 06691/207-166; Karl-Dieter Schnarr, Tel. 06691/21180.

Von Alexandra Lache-Elsen

Quelle: HNA

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