IHK: Guter Rat bei der Berufswahl

Wolfgang Imberger

Schwalm-Eder. Die Berufswahlbüros, die es seit vorigem Jahr im Schwalm-Eder-Kreis an der Fritzlarer Ursulinenschule sowie an der Homberger Erich-Kästner-Schule gibt, haben sich aus Sicht des IHK-Regionalausschusses bewährt. 100 Beratungen und Veranstaltungen habe es bisher gegeben, berichtete Andreas Fischer, der Leiter des regionalen IHK-Servicezentrums, bei einem Treffen in Homberg.

An der Erich-Kästner-Schule sei die Stelle eines Schulkoordinators geschaffen worden. Sie sei auf ein Jahr befristet und werde von der IHK finanziert. Seine Aufgabe sei es, die Arbeit des Berufswahlbüros zu planen und zu gestalten und so die Schule zu entlasten, berichtete Fischer.

Aufgrund der positiven Resonanz werde überlegt, zwei weitere Büros zu eröffnen. Im Gespräch seien die Carl-Bantzer-Schule in Schwalmstadt-Ziegenhain und die Dr. Georg-August-Zinn-Schule in Gudensberg.

Der Homberger Wolfgang Imberger wurde bei der Sitzung des IHK-Regionalausschusses einstimmig zum zweiten stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Der 56-Jährige tritt die Nachfolge von Horst Knauff an. Imberger, der bereits seit zwei Wahlperioden im Regionalausschuss aktiv ist, wird das Gremium gemeinsam mit Karl-Otto Winter und Meinhard Puhl leiten. Er ist Geschäftsführer der Kraftstrom-Bezugsgenossenschaft (KBG) Homberg.

Die Entwicklungen am Ausbildungsmarkt bewerten die Vertreter der Wirtschaft positiv. Im Zeitraum vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011 habe es ein Plus von zwölf Prozent an neuen Ausbildungsverträgen gegeben, erklärte Bildungsberaterin Gerlinde Meyer. Insbesondere der gewerblich-technische Bereich zeige deutliche Zuwächse (16,4 Prozent).

Gerlinde Meyer führt dies unter anderem auf das Angebot neuer Berufsbilder zurück. Das gelte unter anderem für die zweijährige Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer, die vor allem in der Metall-, Kunststoff-, Pharma-, Nahrungsmittel-, Fahrzeugbau- und Druckindustrie, gut angenommen werde.

Der kaufmännische Bereich inklusive der Gastronomie zeige sich mit einem Zuwachs von 10,1 Prozent konstant, erklärte die Bildungsberaterin.

Verschiebungen habe es lediglich im Bereich des Einzelhandels gegeben. Während sich die Zahl der Ausbildungsverträge für die zweijährige Ausbildung zum Verkäufer im Abwärtstrend befinde (-17,9 Prozent), habe die Zahl der Ausbildungsverträge für den Kaufmann im Einzelhandel zugenommen (52,1 Prozent).

Bei einer Prognose blieb Gerlinde Meyer verhalten. „Die Anfrage von Erstausbildungsbetrieben ist noch nicht so stark. Das kann aber in den Monaten April und Mai noch rucken“, sagt sie. Betriebe, die erstmals oder nach sechs Jahren wieder ausbilden, würden vom Landkreis gefördert.

Hombergs Bürgermeister Martin Wagner berichtete über die wirtschaftliche Entwicklung in Homberg. (hro)

Quelle: HNA

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