Eltern sind das Hickhack leid

Im Baugebiet Metze in Treysa gibt es noch immer keinen Kinderspielplatz

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Hier gern: Eine Gruppe von Eltern und eine Oma mit ihren Kleinen auf dem Bolzplatz, hinten der Mast des Funkturms. Über 60 Befürworter hatten bei einer Unterschriftensammlung für diesen Standort unterzeichnet, doch seit dem positiven Magistratsbeschluss 2016 passiert nichts.

Treysa. In Treysas größtem Neubaugebiet, der Metze, gibt es keinen Kinderspielplatz. Dass sich das ändern soll, ist erwartbar.

Aber wo der der Platz eingerichtet werden soll, passt einem großen Kreis junger Eltern ganz und gar nicht.

Vorgesehen ist nämlich eine Parzelle am Alten Bassin. Frank Dehnert, der mit seiner Familie im neuen Teil der Metze wohnt, kritisiert, dass es dort schattig, feucht und beengt ist, überdies zu dicht an Privathäusern bereits älterer Viertelbewohner, die auf Kleinkinderlärm nicht erpicht sind. Und der Weg dorthin wäre für viele weit, Gehwege oder Pkw-Stellplätze gibt es nicht.

Als Sprecher vieler Mütter und Väter (über 60 Unterschriften wurden gesammelt) streicht Dehnert hingegen heraus, was den bestehenden Bolzplatz nicht weit vom Funkturm auszeichnet. Er ist hell und luftig, für das Gros der Kleinkindfamilien gut erreichbar und es gibt kaum Pkw-Verkehr. Als Bolzplatz könnte die stadteigene und unbebaubare Ausgleichsfläche weiterhin dienen.

Und für die Eltern war all das auch schon in trockenen Tüchern, der Magistrat mit Erstem Stadtrat Detlef Schwierzeck gab im Oktober 2016 grünes Licht für einen Spielplatz oben am Funkturm. Allerdings zogen die Eltern vor Kurzem ihr Angebot an die Stadt zurück, die Pflege mit Mähen und ähnlichem zu übernehmen, zurück – es fanden sich nicht genug Helfer.

Das hat offenbar eine Wende gebracht, denn nun heißt es seitens der Stadtverwaltung: „Nach jetziger Rechtslage ist auf dem Bereich des bisherigen Bolzplatzes kein Spielplatz möglich. Der Bebauungsplan müsste geändert werden, was mit Kosten von circa 8500 Euro und einem längeren Verfahren verbunden wäre. Zudem müsste ein naturschutzrechtlicher Ausgleich erfolgen.“ Allerdings sind Ortbeirat und Magistrat weiter mit der Angelegenheit befasst, so ganz entschieden scheinen die Gremien also noch nicht zu sein.

Quelle: HNA

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