Im Homberger Einladen gibt es Möbel für jeden

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Holzwaren aus Hephata: Der Homberger Möbel-Einladen bietet nicht nur hochwertiges Holzspielzeug an, sondern auch kleine Hocker oder Dekorationsartikel.

Homberg. Gebrauchte Möbel und Haushaltswaren gibt es im Möbel-Einladen in Homberg seit etwa einem Jahr. Jetzt hat das Diakonische Werk sein Angebot um Holzspielwaren aus den Hephata-Werkstätten erweitert.

Damit will der Laden neue Kundschaft gewinnen. Die Spendenlage aber könnte besser sein.

Spielzeug aus massivem Holz, Schaukelpferde und kleine Schneemänner stehen neben Couchtischen, Kleiderschränken und Sesseln zum Verkauf bereit. So will das Diakonische Werk Menschen in das Geschäft an der Westheimer Straße locken, die die Möglichkeit haben, etwas mehr Geld auszugeben.

Sollte etwas fehlen, sei das kein Problem. Alle Waren könnten bei Hephata nachbestellt werden, sagt Matthias Pohl vom Diakonischen Werk und betont: „Der Laden steht jedem offen. Die Menschen sollen nicht denken, dass sie Bedürftigen etwas wegnehmen, wenn sie bei uns einkaufen.“ Alle angebotenen Waren sind gebraucht. Ist etwas nach vier Wochen nicht verkauft, wird der Preis reduziert. Das Holzspielzeug der Hephata-Werkstätten sei aber etwas teurer, sagt Pohl. Alle Einnahmen werden zur Refinanzierung des Projekts genutzt. Der Bedarf an günstigen Möbeln und Haushaltswaren sei da. „Viele Menschen haben Schwierigkeiten, sich neue Möbel zu kaufen. Das sind nicht nur Bedürftige“, sagt Pohl.

Deshalb ist der Laden auch immer wieder auf Möbelspenden angewiesen. Besonders Betten, Matratzen und Lattenroste fehlten.

Aber auch der Bedarf an Couchtischen, Schränken und Sofas sei hoch. Das Problem: „Unser Möbellager auf dem Bundeswehrgelände ist fast leer. Wir bräuchten mehr Spenden“, sagt Pohl. Dennoch sollten gebrauchte Sachen nicht einfach abgegeben werden. „Wir schicken unsere Mitarbeiter gerne vorbei, die sich die Möbel anschauen“, sagt Pohl. Nur so könnten sie sicher sein, dass die Stücke auch wieder verkauft werden

Das Projekt laufe in Kooperation mit dem Jobcenter, sagt Pohl. Acht Ein-Euro-Jobber holen die Artikel ab, bauen sie im Laden auf und liefern sie nach einem Kauf aus. „Ideal wäre natürlich, wenn Spender uns bei größeren Möbeln Bilder schicken. Dann könnten wir die Interessenten zeigen“, sagt Pohl. Die Sachen würden dann direkt vom Spender zum Empfänger gebracht.

Auf Elektrogeräte könne keine Garantie gegeben werden. Gehe etwas aber kurze Zeit nach dem Kauf kaputt, lasse sich sicher eine Lösung finden. 

Der Möbel-Einladen ist ein Angebot des Diakonischen Werks. Er steht – wie auch der Einladen am Obertor und das Cafe „Treff“ – allen Menschen offen. Lediglich die Tafel ist ein Angebot nur für Bedürftige. Der Möbel-Einladen an der Westheimer Straße ist dienstags und donnerstags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Wer gebrauchte Möbel spenden möchte, kann sich telefonisch unter Tel. 0 56 81/93 90 143 oder per Mail an moebel@dwsek.de melden und einen Termin ausmachen.

Quelle: HNA

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