Imagekampagne für die Weidelsburg: Schüler sollen hier lernen

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Mittelalter zum Anfassen: Auf der Weidelsburg sollen Schüler lebendigen Geschichtsunterricht erhalten. Landkreis, Zweckverband Naturpark Habichtswald und der Förderverein planen entsprechende Projekte.

Ippinghausen. Die größte mittelalterliche Burgruine in Nordhessen soll bekannter werden. Deshalb starten der Landkreis Kassel, der Zweckverband Naturpark Habichtswald und der Förderverein eine Imagekampagne für die Weidelsburg.

„Wir wollen die Ruine als außerschulischen Lernort und für den sanften Tourismus interessanter machen“, sagt der Vorsitzende des Weidelsburg-Fördervereins, Heinrich Bachmann. Dies soll auch durch verschiedene Bauprojekte geschehen. Um die zu finanzieren, überreichte Landrat Uwe Schmidt jetzt auf dem Burggelände einen Scheck über 47.000 Euro an den Geschäftsführer des Zweckverbandes Naturpark Habichtswald, Jürgen Depenbrock. Die Summe kommt vom Land Hessen und der EU.

„Um das Interesse an der Weidelsburg zu schüren, wird die Baude in der Innenburg zu einem Informationszentrum umgebaut“, erklärt Schmidt. Hier sollen Besucher aber auch besonders Kinder und Jugendliche über die Geschichte der Burg, der Region und das Leben im Mittelalter informiert werden. In der Baude wird auch ein Kiosk eingerichtet.

Geplant ist außerdem die Installation eines Infoleitsystems mit zehn Schautafeln auf dem gesamten Areal. Schon in der kommenden Woche starten die Arbeiten an der Toilettenanlage und für den Anbau einer Gerätehütte. Im Ostturm wird ein Fallgitter rekonstruiert und der Wehrgang soll nachgebildet werden. Alle Projekte kosten 94.000 Euro. Den fehlenden Betrag stockt der Förderverein mit Spendenmitteln auf.

Heinrich Bachmann rechnet damit, dass alle Arbeiten im Herbst 2013 abgeschlossen sind.

Einer der ersten Schritte in Sachen sanfter Tourismus war die Anbindung der Weidelsburg an den Habichtswaldsteig. Auch der Ecopfad Archäologie Naumburg, der am 25. August eröffnet wird, soll zur Weidelsburg führen.

Quelle: HNA

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