Sie hat immer auch einen Plan B

Christine Scholz seit einem Jahr Geschäftsführerin des Stadtmarketings

Fühlt sich wohl in Fritzlar: Christine Scholz, die Geschäftsführerin des Stadtmarketings, hat von ihrem Büro aus den Marktplatz im Blick. Foto: Yüce

Fritzlar. Christine Scholz hat immer einen Plan B. Kaum ein Tag verläuft bei ihr so, wie sie es geplant hatte.

Und das ist auch gut so, sagt die Geschäftsführerin des Fritzlarer Stadtmarketings. Seit knapp einem Jahr ist sie nun im Amt, und sie fühlt sich wohl. Das liege nicht nur daran, dass sie von ihrem Büro einen herrlichen Ausblick auf den Marktplatz habe. Vor allem liege es daran, dass in der Stadt alle an einem Strang zögen.

Den Start in Fritzlar habe man ihr leicht gemacht: „Egal, welche Frage ich habe oder welches Problem auftaucht, ich treffe auf offene Türen“, sagt Scholz. Das sei während ihrer Einarbeitungszeit so gewesen und halte bis heute an.

Die Fritzlarer seien einfach begeistert von ihrer Stadt, und das sei überall zu spüren und übertrage sich auf alle, die neu in der Stadt seien. Das wirke sich auch beim ehrenamtlichen Engagement aus: „Das hat mich nachhaltig beeindruckt.“ So klappe nicht nur die Zusammenarbeit mit den Mitgliedern gut, sondern auch die mit den Vereinen. Gut laufe es auch in Sachen Touristen: „Die Gäste kommen nicht mehr nur saisonal nach Fritzlar, sondern es ist durchgängig guter Betrieb“, sagt Scholz. Dadurch sei die Arbeit deutlich mehr geworden, und deshalb wurde das Team aufgestockt. Nun sind es zwei Festangestellte und zwei freie Mitarbeiter sowie ein Praktikant. „Damit wir kontinuierlich guten Service bieten können.“

Nicht nur für Gäste, auch für die Fritzlarer Geschäftsleute will Scholz da sein. Sie macht aber deutlich, dass sie nicht auf einer Einbahnstraße unterwegs ist. „Auch meine Tür steht immer offen“, sagt sie.

Es gebe neben der Organisation von Festen noch jede Menge zu tun. So werde im Stadtmarketing-Verein ein großes finanzielles Volumen verwaltet. Für Zahlen hat Christine Scholz einen guten Blick. „Wir schauen auf den Euro, sind aber nicht geizig“, sagt sie. Dennoch: Nicht jede Veranstaltung des Stadtmarketings könne ein finanzieller Gewinn sein. „Wir werden das Kaiserfest niemals gewinnbringend gestalten, dann müssten wir Eintritt nehmen.“ Das nicht zu tun, sei eine bewusste Entscheidung.

Ihr Denken sei durch ihren Werdegang wirtschaftlich geprägt. Zuletzt arbeitete Scholz als Leiterin der Verwaltung und des Rechnungswesens eines mittelständischen Unternehmens. Dann sagt sie, dass manchmal weniger mehr sei. „Aber wenn etwas gut ist, dann machen wir es auch.“ Und manchmal sei eben Plan B viel besser als Plan A.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare