Doppelkopfrunde in Borken besteht seit 40 Jahren – Viele Fahrten ins Ausland

Immer am Freitag zocken sie

Der harte Kern der Doppelkopfrunde in der Zockerstube: von links Willi Bock, Volker Elsasser, Wolfgang Blum, Hans Maier und Theo Körner . Foto: Hintzmann

Borken. Sie treffen sich jeden Freitag in der Zockerstube bei Willi Bock in Borken. Vor 40 Jahren entstand die Doppelkopfrunde im Keller des Geschäfts von Theo Körner in der Bahnhofstraße.

„Damals habe ich den Keller ausgebaut, um dort Tischtennis zu spielen“, erinnert er sich. Aus der Tischtennisrunde wurde die Doppelkopfrunde. Auch im Tuspo-Vereinsheim trafen sich die Spieler bis zum Ausbau der Zockerstube im Hause Willi Bock im Jahr 1979.

Der Computer zählt

Alle Spielergebnisse wurden akribisch notiert. Heute übernimmt das der Computer. „Wenn genug Geld in die Kasse eingespielt wurde, unternehmen wir gemeinsame Segeltörns oder Ausflüge“, erzählt Theo Körner (73), der mit Willi Bock (73) zu den Männern der ersten Stunde gehört. Den harten Kern bilden auch Volker Elsasser (59), Wolfgang Blum (61) und Hans Maier (62), die zwischen 1975 und 1980 in die Gruppe kamen.

Gerhard Adam ist mit mehr als 90 Jahren der Senior der Gruppe. Gemeinsame Reiseziele waren unter anderen Frankreich, Jugoslawien, Italien, Korsika, Spanien, Türkei, Sardinien, Balearen, Griechenland, Kroatien, Ostsee, Mecklenburger Seenplatte, Côte d´Azur und das Ijsselmeer. Nach Holland fuhren auch ihre Frauen mit.

Freitags zwischen 20 und 24 Uhr behauptet jeder seinen festen Platz beim Zocken, denn nur der verheißt Glück im Spiel. „Aber im Schnitt gewinnen doch alle gleichermaßen“, sagt Volker Elsasser.

„Anfangs wurde nur Kleingeld erspielt, heute kommt etwas mehr zusammen“, so Willi Bock. Bis zu 3000 Euro wurden schon eingenommen. Alle zwei Jahre können sie damit eine Reise machen.

Die Spielerleidenschaft führt manchmal auch zu kleinen Auseinandersetzungen ums verlorene Geld. „Beim nächsten Treffen sind die Diskrepanzen aber wieder ausgeräumt“, erinnert sich Theo Körner.

„Die Doppelkopfrunde wird so lange weitergeführt, bis nur noch einer am Tisch sitzt“, mutmaßt er.

„Wir spielen aus Prinzip nur mit geschenkten Karten“, unterstreicht Hans Maier. Die Freude sei groß, wenn wieder neue Karten ins Spiel kämen. In 40 Jahren wären wegen des Verschleißes schon einige Karten aussortiert worden. Die Kartenmischmaschine ist aber eher selten in Betrieb.

„Bei der Doppelkopfrunde handelt es sich nicht um einen Verein, sondern um eine Gruppe“, betonen die Mitglieder. Die Geselligkeit halte sie zusammen.

Wer Geburtstag hat, richtet jeweils das nächste Treffen aus, freut sich Wolfgang Blum aus Zennern, der den weitesten Weg nach Borken zur Doppelkopfrunde hat. (zgh)

Quelle: HNA

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