Über 30 Teilnehmer

Auf der Spur der Blauen Blume: HNA-Wanderung um Gudensberg

+
Gemütliche Auszeit bei der HNA-Wanderung: Wanderführer Herbert Springer hat es sich auf der Designerbank von Meinrad Ladleif gemütlich gemacht.

Gudensberg. Mehr als 30 Wanderfreunde hatten sich auf dem Töpfenmarkt am Gudensberger Rathaus eingefunden, um als HNA-Wanderung den „Weg der Blauen Blume" zu gehen.

Stopp am Brunnen: Johannes Kramer, 9 Jahre alt.

Die Tour verlief über den Gudensberger Panoramaweg mit der Wahlmöglichkeit von zwölf oder 18 Kilometern. Seit 2010 sind auf dieser Strecke 17 Kunstwerke in die Landschaft eingebettet. Sandrino Sandinista Sander, Kurator, Initiator und Stiftungsvorsitzender von Ars Natura, verwies in einer kurzen Ansprache auf 2001, als das Projekt mit einer Strecke von zwei Kilometern gestartet war. Jetzt sei das Kunststreckennetz in Hessen und Thüringen bereits auf 300 Kilometer ausgebaut mit dem Ziel, 800 Kilometer zu erreichen. 

Helfer werden gesucht 

Dabei gehe es nicht nur um das Aufstellen der Werke. Auch Nachhaltigkeit und Pflege der Wege und der Umgebung müssten gesichert werden, Unterstützer seien willkommen.

Wanderführer Herbert Springer hob seinen Stecken mit Feder, und nach kurzem Weg waren Wiesen und Felder erreicht. Seine Erläuterungen bezogen sich nicht nur auf die Kunstwerke, sondern auch auf markante Orte wie die Lehmgrube. Einst wurde dort Lehm abgebaut, den Volkswagen im Formenbau verwendete.

Und dann am Wegesrand das erste Kunstobjekt: Ein blau schimmerndes Fernsehgerät aus dem Holz eines Mammutbaumes. Künstlerin Usch Quednau ist sich sicher, dass heute die Blaue Blume für viele Menschen der Bildschirm sei.

Wenig später schließlich an einem Wäldchen eine Designerbank von Meinrad Ladleif. Von dort ist die Weite der Landschaft zu genießen, aber es kann auch ruhend das Selbst gefunden werden.

Das Ziel war die Obernburg: Die Gruppe der HNA-Wanderung genoss den Blick von ganz oben auf Gudensberg und die Umgebung.

Springer betonte, dass jede Naturwanderung ein Weg in das Innere sei. Diese Bedeutung beinhalten in künstlerischer Absicht die Metallblumen von Carola Lantermann. „Blautot“ als Titel verweist auf die heute verlorene Romantik und das aktuelle Zeitgeschehen wie etwa in der Ukraine.

Herrlicher Blick 

Nach vier Stunden und geschätzten zwölf Kilometern war der Endpunkt auf der Obernburg erreicht. Herrlich konnte nochmals die gesamte Wanderstrecke überblickt werden. Herbert Springer gab, mit der Vogelschwinge winkend, allen sein Motto mit auf den Heimweg: „Kunst, Kultur, Natur und Wandern, eins gehört gewiss zum andern.“

Von Michael Meinicke

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare