In Guxhagen schließen nach und nach Gastronomiebetriebe – Gemeinde sucht neuen Pächter für den Wollröder Krug

Immer mehr Dorfkneipen ohne Zukunft

Seit November ohne Restaurantbetrieb: Zurzeit sucht die Gemeinde Guxhagen nach einem neuen Pächter für den Wollröder Krug. Foto: De Filippo

Guxhagen. Schlechte Nachricht für die Einwohner von Wollrode: Die Gaststätte Wollröder Krug hat seit November keinen Pächter mehr, und die Suche nach einem Nachfolger gestaltet sich äußerst schwierig. Damit setzt sich ein unerfreulicher Trend fort: In der Fuldagemeinde gibt es kaum noch Restaurants mit regionaler Küche.

„Es gab bereits mehrere Gespräche wegen des Wollröder Krugs, doch bislang ohne Erfolg“, sagt Guxhagens Bürgermeister Edgar Slawik. Auch auf der Internetseite der Gemeindeverwaltung wird per Anzeige nach einem neuen Pächter gesucht. Slawik sieht allerdings nur eine geringe Chance dafür, einen Betreiber für das gemeindeeigene Gasthaus zu finden. Es sei jedoch sichergestellt, dass Vereine die Räumlichkeiten weiterhin für Übungsstunden und Ähnliches nutzen können.

Der Wollröder Krug ist keine Ausnahme. Auch das Gasthaus Zur Linde an der Bahnhofstraße ist zurzeit ohne Pächter. Wirt Werner Große hat sein Geschäft in Guxhagen aufgegeben, will ein neues Restaurant in München eröffnen. Die Eigentümerin des Gebäudes, Doris Kilian, will das Gasthaus nun verkaufen – in der Hoffnung, dass ein neuer Eigentümer den Gastronomiebetrieb weiterführt. „Es wäre schade für den Dorfmittelpunkt, wenn dieses schöne Gebäude anders genutzt würde. Ein Käufer ist allerdings noch nicht in Sicht.

Schon länger gibt es auch in der Gaststätte Zur Post in Guxhagen keine warmen Speisen mehr. „Dabei war das kulinarische Angebot sehr gut“, findet Bürgermeister Slawik. Doch um den Betrieb mit Küche aufrecht erhalten zu können, hätte das Eigentümerpaar einiges investieren müssen. Stattdessen ist das Gasthaus nun nur noch eine reine Kneipe.

Warum immer mehr Pächter ihre Restaurants in Guxhagen aufgeben, kann Edgar Slawik nur erahnen: „Viele Menschen wollen sparen und nutzen Vereinsheime für private Feiern.“ Für Essen und Getränke sorgen dann günstige Catering-Unternehmen. Auch die jüngere Kundschaft bleibe aus. „Junge Leute gehen nicht in Dorfgaststätten. Sie fahren nach Kassel oder gehen ins Schnellrestaurant.“

Quelle: HNA

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