Mitgliederzahl im Kreisjagdverein und Frauenquote steigen

Immer mehr Jäger im Wolfhager Land

Wolfhager Land. In Wald und Flur gibt es immer mehr Jäger. Im Kreisjagdverein Wolfhagen ist die Zahl der Mitglieder in den vergangenen fünf Jahren trotz demografischen Wandels und sinkender Mitgliederzahlen in den Vereinen von 280 auf über 300 gestiegen. Das bestätigte Wolfgang Kommallein, Erster Vorsitzender des Vereins.

Damit liegt die Region im bundesweiten Trend. Wie der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) mitteilte, waren im Jagdjahr 2010/2011 in Deutschland 351 800 Jäger unterwegs. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um etwa 2000 Jäger gestiegen.

„Die Zunahme kommt daher, dass wir um junge Mitglieder mit einer Jungjägerausbildung werben“, sagt Kommallein vom Kreisjagdverein. Bei der Werbung um Nachwuchs spiele aber auch eine fundierte Öffentlichkeitsarbeit eine Rolle.

Dr. Klaus Röther, Sprecher des Landesjagdverbandes Hessen, sieht als Ursache für diesen Trend die „fortschreitende Naturentfremdung“. „Viele kommen immer weniger mit der Natur in Kontakt und merken, dass sie sich in der Pflanzen- und Tierwelt immer weniger auskennen“, sagt Röther. Die Ausbildung zum Jäger vermittele umfassende Kenntnisse gerade in diesen Bereichen. Hessenweit bewege sich die Zahl der Jäger bei 22 600. „Die Zahl schwankt zwar, aber in den letzten 20 Jahren ist sie insgesamt um fünf Prozent gestiegen“, erläutert Röther.

Auch immer mehr Frauen entdecken die Jagd für sich. Die Frauenquote im Wolfhager Kreisjagdverein liege derzeit bei 15 Prozent, sagt Britta Hartmann-Barth, Ausbildungsleiterin des Vereins. „Früher hatten wir nur sehr wenige Frauen als Mitglieder.“

Die weibliche Aufholjagd sei mit der Emanzipation zu erklären, sagt Kommallein. „Dass der Anteil gestiegen ist, liegt zum Großteil daran, dass Frauen sich häufiger in Bereichen engagieren, die früher Männern vorbehalten waren.“ Hintergrund, Zum Tage

Von Claudia Hempel

Quelle: HNA

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