Manuel Staufenberg (16) hat eine Vertretungsplan-App programmiert

Immer mobil informiert

So sieht sie aus: Manuel Staufenberg zeigt die Vertretungsplan-App des Schwalmgymnasiums auf seinem Tablet-PC. Foto: Rose

Treysa/Mengsberg. In der Umkleidekabine der Sporthalle mal schnell auf den Vertretungsplan zu schauen – das war bis vor Kurzem für Schüler und Lehrer am Schwalmgymnasium unmöglich. Zwar ist der Plan bereits über die Internetseite der Schule abrufbar sowie auf Monitoren im Hauptgebäude lesbar - „aber besonders für die Schüler, die noch im Ostergrund unterrichtet werden, war das ein Problem“, erklärt Schüler Manuel Staufenberg. Kurzerhand hat sich der 16-Jährige Gedanken über eine Lösung gemacht: Und die Vertretungsplan-App programmiert – zusammen mit seinem Informatiklehrer und in Absprache mit der Schulleitung.

Künftig können Schüler, Lehrer und Eltern, die ein so genanntes Android-Handy besitzt, die App nutzen. Voraussetzung ist die Anmeldung über die Internetseite der Schule. In den Herbstferien hat Manuel Staufenberg das Programm vorbereitet. Seitdem haben sich bereits 350 Menschen die App auf ihrem Handy installiert. Erlaubt ist ein Handy übrigens in der Schule generell schon: Jedoch nur zur Nutzung in den Pausen, bei Klausuren werden die Mobiltelefone vorher eingesammelt.

Programmierung

Schon länger beschäftigt sich der 16-jährige Gymnasiast mit der Programmierung von Andwendungssoftware. „Ich habe den Internetauftritt von Mengsberg und den einer Grundschule gestaltet“, erzählt er. Für den Vertretungsplann-App hat sich der Schüler vorher umgehört: „Wichtig war vor allem die komfortable, einfache und übersichtliche Benutzung in Verbindung mit guter Lesbarkeit“, erläuter Staufenberg. Die App ist kostenlos und an die Internetseite der Schule angebunden.

Nur für Android-Geräte

Das Angebot funktioniert bislang ausschließlich für Android-Geräte. „Die wenigsten Schüler besitzen ein I-Phone, außerdem wäre die Programmierung weitaus aufwendiger.“ Manuel Staufenberg entwickelt die App weiter: Funktionen sollen hinzu kommen.

Neben den Vertretungsplan steht auch der Klausurplan der Oberstufe zur Ansicht. Wer sich die App installieren will, der muss zunänst Zugangsdaten auf der Internetseite der Schule eingeben: „Die App erkennt dann sofort, ob ein Schüler oder ein Lehrer das Angebot nutzen will“, sagt der 16-Jährige. Vorstellen könne er sich eine Erweiterung, die beispielsweise ermögliche, Bücher aus der Lehrmittelbücherei zur Ausleihe zu bestellen. Auch die Möglichkeit, sich per App an Klausuren erinnern zu lassen, hält der Schwalmschüler für sinnvoll.

Probleme könne die App eigentlich nur bei der Unterstützung älterer Handys machen: „Bei Modellen ab 2010 sollte alles funktionieren“, sagt der Schüler. Derzeit gibt es 320 aktive Nutzer, die mindestens zwei Mal pro Tag die App starten. Manuel Staufenberg möchte auch beruflich in Richtung Informatik gehen. Jetzt genießt er jedoch noch die Weihnachtsferien. Die App macht deshalb auch gerade Pause: Zu sehen am Feriensymbol, einem Liegestuhl.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare