Verkehrswacht: Erfreuliche Entwicklung im Wolfhager Land

Immer weniger Kinder an Unfällen beteiligt

Wolfhager Land. Im Wolfhager Land verunglücken weniger Kinder im Straßenverkehr als in den meisten anderen deutschen Landkreisen. Laut dem neusten Kinderunfallatlas der Bundesanstalt für Straßenwesen gab es im Jahr 2011 keinen Unfall, bei dem ein Kind ums Leben kam.

Der Landkreis Kassel und somit der Altkreis steht mit dem fünften Platz sowohl bundes- als auch hessenweit sehr gut da.

„Kinder fahren inzwischen nur noch in Ausnahmefällen unangeschnallt“, sagt Friedrich Keim, der Vorsitzende der Verkehrswacht Wolfhagen. „In diesem Bereich hat ein Umdenken in den vergangenen Jahren bei den Eltern stattgefunden.“ So würde auch immer mehr Wert auf die Qualität der Kindersitze gelegt. Der Preis stehe dabei nicht so sehr im Mittelpunkt; Priorität besitze die Sicherheit des Nachwuchses.

Deshalb würden so genannte Iso-Fix-Systeme, bei denen der Kindersitz fest mit der Rückbank des Autos verankert wird, eine immer größere Rolle spielen, sagt Keim.

Zum Umdenken hätten die Aktionen der Verkehrswacht im Zuge der Jugendverkehrsschule beigetragen, aber auch die Bemühungen der Kommunen und der Polizei. Zum einen fänden viele Kontrollen der Polizei vor Schulen und Kindergärten statt, zum anderen sei in Wolfhagen als auch in anderen Gemeinden des Altkreises die Parksituation vor Schulen deutlich verbessert worden, sagt der Vorsitzende. Dies alles wirke sich positiv auf die Entwicklung der Unfallzahlen aus - ein Prozess, der laut Keim aber einige Jahre gedauert habe.

Auch bundesweit haben sich die Zahlen laut Atlas verbessert: 1969 starben 2300 Kinder im Straßenverkehr, 2010 waren es nur noch 104. Allein zwischen 2000 und 2010 sank die Zahl der verunglückten Kinder von 45 000 auf 28 000.

Von Nicolai Ulbrich

Quelle: HNA

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