Christian Straube ist leidenschaftlicher Rennfahrer und bei mehreren Rennen auf dem Nürburgring am Start

Immer wieder auf die Schleife

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In seinem Geschäft: Christian Straube zeigt auf seinem Tablet-Computer ein Bild des Audi TT RS, mit dem er beim Langstreckenpokal auf dem Nürburgring fuhr.

Treysa. Die Nordschleife ist sein zweites Zuhause. Gemeint ist der legendäre Abschnitt des Nürburgrings. Christian Straube aus Treysa fährt die Strecke seit drei Jahren. Er unterhält mit dem Schwälmer Speed Sport ein eigenes Rennunternehmen und startet im Langsstreckenpokal auf dem Nürburgring als Fahrer.

Sein großes Ziel ist das 24-Stunden-Rennen auf der Strecke in Rheinland-Pfalz. Rennen fahren gibt ihm einen Kick, wie er selbst sagt.

Eigentlich wollte er bereits in diesem Jahr beim 24-Stunden-Rennen dabei sein. „Leider ist das Auto, mit dem ich starten sollte, bei einer Testfahrt verunfallt“, bedauert der 39-Jährige, der ein Optiker-Geschäft in der Bahnhofstraße betreibt. Der Wagen war nicht sein eigener. Er wollte gemeinsam mit drei weiteren Fahrern im Wagen eines anderen Rennstalls an den Start gehen.

350 PS starker Tourenwagen

Schwälmer Renner: Der 350 PS starke BMW E46 M3 von Christian Straubes Firma Schwälmer Speed Sport.

Trotz des Rückschlags muss Straube in diesem Jahr nicht auf Autorennen verzichten. Am Samstag startet er mit seinem eigenen 350 PS starken BMW Tourenwagen im ersten Lauf der Rundstrecken Challenge Nürburgring (RCN). „Das ist eine Rennserie für Amateurfahrer“, erklärt er. Zu acht Rennen im Jahr treffen sich die 150 Teams der RCN. Straube selbst sitzt in diesem Wettbewerb jedoch nur in Ausnahmefällen hinter dem Lenkrad. „Den Fahrerplatz verkaufe ich eigentlich an andere Fahrer“, erklärt er. Zwei Fahrer teilen sich die Fahrzeit bei einem Rennen. Zweieinhalb Stunden sind die Tourenwagen unterwegs. Mit einer maximalen Geschwindigkeit von 270 Kilometern pro Stunde fahren sie die Distanz eines Formel-1- Rennens. „Das sind über 300 Kilometer“, weiß der lizenzierte Rennfahrer.

Straube selbst fährt vor allem beim Langstreckenpokal auf der Nordschleife. „Es geht darum, in vier Stunden so viele Runden wie möglich zu fahren.“

Fliegender Start zum Pokal

In drei Gruppen von 50 Fahrzeugen geht es im fliegenden Start auf die Strecke. In kleineren Rennserien hatte sich Straube zuvor für den Pokal qualifiziert.

Auch in dieser Serie teilen sich mehrere Fahrer die Rennzeit. „Ich fahre ein Drittel der Zeit“, erklärt er. Den Rest fahren seine beiden Kollegen. Zusammen legen sie über 600 Kilometer bei einem Rennen zurück.

Bleibt die Frage, warum er nur auf der Nordschleife seine Runden dreht? „Die Strecke ist einfach einzigartig und immer anders“, ist seine Antwort. Es gehe auf und ab und von einer Kurve in die nächste. „Auch der Straßenbelag wechselt.“ An manchen Stellen sei der Asphalt ganz neu, an anderen laufe bei Regen das Wasser durch die Senken.

Für den Autonarren, wie er sich bezeichnet, wird es nicht langweilig auf dem Rundkurs. Jetzt hofft er beim 24-Stunden-Rennen im nächsten Jahr auf seine erste Nachtfahrt.

Von Jonathan Vorrath

Quelle: HNA

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