Makler: Häuserverkauf in den Dörfern schwächelt

Immobilienmarkt boomt in den Städten

Wolfhager Land. Während der Immobilienmarkt in den Städten des Altkreises boomt, haben die Dörfer das Nachsehen.

„Einfamilienhäuser in Wolfhagen, Zierenberg und Naumburg verkaufen wir derzeit problemlos“, so Helmut Bernhardt vom Immobiliencenter der Kasseler Sparkasse. Auch Habichtswald und die Kerngemeinde Breuna profitierten von Kassel- und Autobahnnähe. Ganz schwer verkäuflich seien dagegen Fachwerkhäuser in den Ortsteilen. Im vergangenen Jahr habe der Immobilienmarkt noch brach gelegen, sagt Bernhardt. Grund für den aktuellen Boom: „Sachwerte sind wieder angesagt, und das Zinsniveau ist nach wie vor niedrig.“

Die Angst um den Wertverlust des Euro habe zu vermehrten Immobilienkäufen geführt, erklärt auch Mike Blumenstein von der gleichnamigen Immobilienfirma in Bad Emstal.

Der Durchschnittspreis für Häuser liege bei 120 000 Euro, sagt Bernhardt. „Ab 200 000 Euro wird der Markt für Gebrauchtimmobilien dünn. Da bauen die Leute lieber selbst.“ Auf dem Markt seien derzeit Häuser aus Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre, weil die Besitzer aus Altersgründen ausziehen würden oder verstorben seien. Das freistehende Einfamilienhaus mit kleinem Garten nennen Bernhardt und Blumenstein ein typisches Wunschobjekt. Gärten über 700 Quadratmeter seien den potentiellen Käufern zu pflegeintensiv, weiß Bernhardt. Der Vermarktungszeitraum für Immobilien liege aktuell im Durchschnitt bei unter sechs Monaten.

Auch Mietwohnungen lassen sich in den Kernbereichen besser vermarkten als in den Dörfern. Dies liege vor allem an der Infrastruktur, so Mike Blumenstein. Die Mieten seien derzeit stabil bis anziehend. Während man im Altkreis noch locker an eine Wohnung komme, habe er für ein Objekt in Kassel innerhalb von einem Tag dreißig Anfragen erhalten.

Quelle: HNA

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