EU-Projekt: Engagierte sammelten Ideen in einem Workshop

Impulse, die die Stadt lebendiger machen

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Sie entwickeln eine Vision für eine „nachhaltige und lebendige Kernstadt Wolfhagen 2030“: Martina Reimann, studentische Hilfskraft der Uni Kassel, Dr. Stefanie Baasch, Leiterin der Regionalstudie des Helmholtz Zentrums für Umweltforschung in Leipzig, Elisabeth Schmid, freiberufliche Moderatorin, und Stella Degenhardt, Teilnehmerin aus Nothfelden, sammelten mit anderen Engagierten in einem Workshop im Dorfgemeinschaftshaus in Istha Ideen für ein EU-Projekt .

Wolfhagen. Impulse setzen und kritisch reflektieren – Wie soll die Stadt Wolfhagen in Zukunft aussehen? In einem Workshop zum Thema „Nachhaltige und lebendige Kernstadt Wolfhagen 2030“ haben 15 engagierte Erwachsene und Jugendliche Ideen gesammelt.

Anlässlich des EU-Projekts „IN Context“ initiiert das Helmholtz Zentrum für Umweltforschung in Leipzig eine Regionalstudie in Wolfhagen – in Kooperation mit dem Fachgebiet Politikwissenschaftliche Umweltforschung der Universität Kassel.

Im Zentrum des Projekts steht die nachhaltige Entwicklung. „Wir wollen eine Vision entwickeln, Veränderungsprozesse in Gang bringen und die Teilnehmer dafür sensibilisieren“, sagt Dr. Stefanie Baasch, Leiterin der Regionalstudie und Mitarbeiterin des Helmholtz Zentrums Leipzig. Deshalb sollen sich die Wolfhager Bürger auch an der Studie beteiligen.

Die Ideale der Stadtentwicklung sollen sich an den Bedürfnissen der Bürger orientieren. Denn sie leben gerne in der historischen Märchenstadt. Wolfhagen habe eine hohe Lebensqualität. Das haben die Wolfhager zuvor in Interviews für die Studie bestätigt. „Wolfhagen ist dennoch, wie viele andere Städte auch, ebenfalls vom demografischen Wandel betroffen. Auch einige Geschäfte haben bereits geschlossen“, erklärt Baasch. Doch die Stadt Wolfhagen soll auch in Zukunft lebendig sein – und noch lebendiger werden.

Orte zum Entspannen

In Kleingruppen haben die Teilnehmer des Workshops beschlossen: Es muss in der Innenstadt unter anderem mehr Angebote für Eltern und Kinder sowie Orte zum Entspannen, Sporttreiben und Lernen, beispielsweise in der Bibliothek, geben.

Auch die Mobilität ist den Bürgern wichtig. Ihre innovative Idee: Sich über eine Internetplattform oder Apps (Anwendungsprogramme für Smartphones) miteinander zu vernetzen, um Fahrgemeinschaften mit umweltfreundlichen Elektro-Autos zu gründen. Zudem soll Wolfhagen zukünftig gut mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar sein.

Die Wolfhager wollen im Alter so lange wie möglich selbstständig sein und sich alleine versorgen. Daher soll es durch eine nachhaltige Entwicklung bis 2030 ausreichend soziale Dienste geben.

„Das Ganze ist ein Prozess. Das sind erste Ideen, die weiterentwickelt werden müssen“, sagt Baasch. In drei folgenden Workshops müsse man nun gemeinsam überlegen, wie die Ideen umgesetzt werden und vor allem, wie die Projektbeteiligten selbst dazu beitragen können. Das sei der nächste Schritt. Initiativen und Netzwerke gründen, sich bereits bestehenden anschließen und an entsprechende Projekte andocken – Möglichkeiten gibt es einige.

Von Nina Skrzyszowski

Quelle: HNA

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