Infektionswelle ebbt ab

In Einrichtungen Hephatas starben 59 Bewohner

Das Bild zeigt ein Hinweisschild, dass zur Hephataverwaltung weist.
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Während es im Frühjahr keine Toten in Einrichtungen der Hephata Diakonie und ihrer Töchter zu beklagen gab, sind in der zweiten Welle 59 Menschen an Covid-19 gestorben.

Die Hephata-Diakonie beobachtet ein Abebben der Coronainfektionen. Aktuell gelten die Einrichtungen bis auf einzelne Fälle als infektionsfrei. Insgesamt sind bisher 59 Menschen mit oder an Corona verstorben.

Schwalm – Die zweite Corona-Welle hat Alten- und Pflegeheime heftig getroffen. Auch in mehreren Seniorenzentren von Tochtergesellschaften der Hephata Diakonie gab es seit November viele Infektionen, betroffen waren zudem mehrere Wohn- und Arbeitsangebote der Eingliederungshilfe. Während Hephata im Frühjahr von Todesfällen im Zusammenhang mit Covid -19 verschont blieb, sind mittlerweile 59 Menschen aus Hephata- und Hephata-Tochtereinrichtungen mit oder an Corona gestorben. Damit ist die Zahl von Anfang Januar – zu dem Zeitpunkt wurde die Zahl von 41 Toten genannt – um weitere 18 gestiegen. Die meisten Verstorbenen, 51 Frauen und Männer, waren Bewohner der Seniorenzentren.

Laut Pressemitteilung wird für die Hephata-Diakonie nun ein Abebben in der zweiten Welle gesehen, aktuell seien die Einrichtungen bis auf einzelne Fälle infektionsfrei. „Die Situation in unseren Einrichtungen hat sich seit dem strengen Lockdown zum Jahresende und im weiteren Verlauf des Monats Januar Gott sei Dank deutlich stabilisiert“, sagt Hephata-Vorstandssprecher Maik Dietrich-Gibhardt. Die Gefahr sei aber leider nicht gebannt. „So lange es keine flächendeckenden Impfungen gibt, bleibt die Lage heikel – wir werden also auch in nächster Zeit noch sehr genau auf die Einhaltung unserer einrichtungsbezogenen Schutzkonzepte achten und mit Einschränkungen leben müssen.“ Während in den ersten Seniorenzentren der HSDE (Hephata soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH) mit der zweiten Impfdosis die Immunisierung demnächst abgeschlossen sei, warte beispielsweise das Diakoniezentrum Frielendorf weiterhin auf einen Termin für die erste Impfung.

Infektionswelle ebbt ab: Zwei erkrankte Bewohner im Seniorenzentrum Wagnergasse

Innerhalb Hephatas ist in Sachen Aufklärung und Vorbereitungen für Impfungen bereits seit Dezember vieles umgesetzt worden. „Leider zählen die Bewohner unserer Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen auch weiterhin nicht zur höchstpriorisierten Personengruppe für eine Impfung laut der Strategie des Bundes – obwohl viele von ihnen ein sehr hohes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben“, sagt Dietrich-Gibhardt. Der fehlende Impfschutz dieser Personengruppe mache es deshalb weiterhin zwingend erforderlich, dass persönliche Kontakte überall auf ein Mindestmaß reduziert werden. Aktuell seien in zwei Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Sozialen Rehabilitation im Kreis noch einzelne Personen an Covid-19 erkrankt. Hinzu kommen zwei erkrankte Bewohner im Seniorenzentrum Wagnergasse in Treysa.

In den zuletzt von Corona betroffenen Häusern der HSDE (Seniorenzentrum Edermünde, Seniorenwohnanlage Neustadt) sowie im Diakoniezentrum Frielendorf gelten nach vielen Infektionen ab November aktuell keine Bewohner mehr als infiziert. Regelmäßige Schnelltests hätten dies zuletzt bestätigt, heißt es. Fast alle, die gestorben sind, hätten an Vorerkrankungen gelitten, so die Information, das mache die Situation für die Angehörigen und für die Mitarbeitenden aber nicht weniger belastend. Seit Beginn der Pandemie sind in Corona-Zusammenhang im Altkreis Ziegenhain insgesamt 66 Menschen gestorben, in Fritzlar-Homberg 84.  (sro/aqu)

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