Suche nach Handwerkern ist schwierig 

Rathaus-Sanierung in Felsberg soll Ende des Jahres abgeschlossen sein 

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Neuer Eingang: Jetzt ist es noch ein Fenster, aber wenn die Sanierung abgeschlossen ist, soll dort ein barrierefreier Eingang entstehen. Unser Bild zeigt Bürgermeister Volker Steinmetz und Architekt Keivan Karampour (von links).

Felsberg. Noch lässt sich kaum erahnen, wie das Felsberger Rathaus nach der Sanierung aussehen wird. Doch die Arbeiten liegen laut Architekt Keivan Karampour im Zeitplan.

Geplant ist, den Verwaltungstrakt bis Ende des Jahres fertigzustellen. Der Bürgersaal soll 2019 fertig werden.

Barrierefreiheit

Auf der Ederseite des Rathauses wird ein barrierefreier Eingang entstehen. Es wird zudem ein ebenfalls barrierefreier breiterer Aufzug eingebaut werden. Das hat das Land Hessen zur Auflage gemacht, sagt Bauamtsleiter Paul Wieder. Es wird Türen geben, die sich automatisch öffnen.

Fassade und Dach

Die alte Vorhangfassade wurde abgerissen. Das Rathaus wird mit einem Wärmedämmverbundsystem gedämmt. Dann werden Klinkerriemchen aufgebracht. Die ursprünglich geplante Klinkersteinfassade hätte zu statischen Problemen geführt, sagt Architekt Keivan Karampour. Die Flachdachteile werden neu gedämmt und mit einer Folie abgedeckt. Die schrägen Dachteile werden mit Blech verkleidet.

Zeitplan und Kosten

Es sei geplant, das Verwaltungsgebäude bis Ende 2018 fertigzustellen, sagt der Architekt. Der Bürgersaal soll 2019 fertig werden. Eine Schwierigkeit sei, auf Ausschreibungen überhaupt Angebote zu bekommen. Es sei vorgekommen, dass auf Ausschreibungen kein einziges Angebot eingegangen sei, so der Architekt. Der Abriss ist weitestgehend abgeschlossen. Die Fenster sollen laut Karampour bis Ende April gesetzt werden.

3,9 Millionen Euro soll die Rathaussanierung kosten. "Die haben wir nicht überschritten", sagt Karampour. Rund 2,2 Millionen Euro der Baukosten sind laut Steinmetz förderfähig. 1,114 Millionen Euro beträgt wie berichtet die Förderung der WI-Bank.

Brandschutz

Die größten Überraschungen habe es im Bereich des Brandschutzes gegeben, sagt Karampour. Einige Mängel seien erst ersichtlich geworden, als die Decken abgenommen worden seien. So muss zum Beispiel die Lüftungsanlage ersetzt werden. Außerdem wurden Löcher in Decken und Wänden gefunden.

Hochwasser

Man sei verpflichtet, aktiven Hochwasserschutz zu betreiben. Es werde um das Rathaus voraussichtlich fünf Abwehrbrunnen geben, die bei Hochwasser die Möglichkeit geben, den Spiegel des Grundwassers abzusenken, damit es nicht ins Gebäude eindringt.

Innenbereich

Alle Decken werden erneuert, außerdem die Elektrik. Ebenso werden laut Bauamtsleiter Paul Wieder Brandschutzmängel behoben. Außerdem wird das Trauzimmer in den Bereich des Rathausfoyers verlegt. Die Balkone werden geschlossen, sie sollen später als Büro- beziehungsweise Besprechungsräume dienen.

Quelle: HNA

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