Körle

In Körle sollen Straßen erneuert werden  

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Risse prägen das Straßenbild: Die Straße Hirtenberg in Körle befindet sich in keinem guten Zustand. Damit sich daran etwas ändern kann, muss die Finanzierung geklärt werden. 

Körle. Viele Straßen in Körle müssen erneuert werden. Doch wie das finanziert werden soll, steht noch nicht fest.

In den vergangenen Jahren sei eindeutig zu wenig in die Instandhaltung der Gemeindestraßen investiert worden, betont CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Greiner. 30 000 Euro sollen dafür zusätzlich zu den 40 000 Euro im laufenden Haushaltsjahr eingeplant werden, fordert die CDU in einem Antrag. Der Antrag ist eines der Themen in der Gemeindevertretersitzung am  Donnerstag, 24. August.

Mario Gerhold

„Wir hätten gerne das Doppelte oder Dreifache für die Straßen investiert“, sagt Bürgermeister Mario Gerhold. Aber der Zwang, am Ende des Jahres einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen zu müssen, habe dazu geführt, dass für die Straßenunterhaltung nicht mehr veranschlagt werden konnte. „Man muss im Haushalt Prioritäten setzen.“ Und diese habe die Gemeinde zum Beispiel auf den Ausbau der Kinderbetreuung gelegt.

Aber es sei „unübersehbar, dass unsere Straßen grundhaft erneuert werden müssen“, sagt Gerhold. „Die Sparmaßnahmen hinterlassen ihre Spuren.“ In einem schlechten Zustand befinde sich beispielsweise der Neue Weg und der Kreuzungsbereich Zum Rot/Höhenweg. Auch in den Ortsteilen, zum Beispiel in Empfershausen, gebe es Handlungsbedarf.

Wie die Erneuerung der Straßen finanziert werden soll, darüber müssten die Gemeindevertreter noch in diesem oder spätestens im nächsten Jahr eine Entscheidung treffen. Denn die Gemeinde müsse möglichst bald einen Ausbauplan ausarbeiten.

Michael Greiner

Bisher habe man sich in Körle die komfortable Situation geleistet, dass die Straßeninstandsetzung nie eine Beitragszahlung für die Bewohner nach sich gezogen habe. „Wir werden aber alleine schon aus rechtlichen Gründen nicht drumherum kommen, Gebühren zu erheben“, sagt der Rathaus-Chef. Offen sei aber die Art der Beiträge.

Zwei Varianten sind möglich

Laut Gerhold könnte man zum einen einmalige Beiträge erheben, die dann nur von den Anliegern zu entrichten sind, die direkt an der zu erneuernden Straße wohnen. Zum anderen könne man aber auch wiederkehrende Straßenbeiträge erheben. Dann würden die Kosten für den Straßenbau auf alle Einwohner umgelegt.

Für die CDU komme es nicht infrage, wiederkehrende Straßenbeiträge zu erheben, sagt Michael Greiner. Auch nach der Bürgermeisterwahl am 24. September wolle man die Körler nicht mit „einer neuen Gebühr belasten“, sagt Greiner. Gerhold betont, dass dann aber auch eine Alternative genannt werden müsse, wie die Gemeinde die Straßenerneuerung finanzieren soll. • Weitere Themen in der Sitzung der Gemeindevertreter in Körle sind unter anderem die Beleuchtung des Wiesenwegs zwischen Körle und Wagenfurth sowie die Kosten für den Neubau des Feuerwehrhauses.

Quelle: HNA

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