Die Initiative Nano-Truck macht Station an der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule

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Faszinierende Experimente zur Nano-Technologie: Die Siebtklässlerinnen Josie, Lea und Mirja (von links) testen verschiedene Stationen im Inneren des nano Trucks.

Wolfhagen. Im Halbkreis steht eine siebte Klasse der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule (WFS) um den Chemiker Dr. Marco Kollecker und blickt gebannt auf ein Fläschchen mit rubinroter Flüssigkeit. Pulverisiertes Gold sei das, erklärt der Experte, zerkleinert auf eine Partikelgröße unter 80 Nanometer.

Die „farbigen Nanoteilchen“ sind Bestandteil der mobilen Exponatschau im so genannten nano Truck, der noch bis heute Station an der Wolfhager Schule macht. In dem 37-Tonner mit 100 Quadratmetern mobiler Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche sollen über 70, hauptsächlich interaktive Ausstellungsobjekte das Interesse von Schülern aller Jahrgangsstufen an der Nanotechnologie wecken. Initiiert hat den Besuch Ulrich Burger, Aufgabenfeldleiter der WFS im Bereich Naturwissenschaften. „Ich bin immer auf der Suche nach neuen Projekten, um den Unterricht so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten“, sagt Burger. „Gerade im Bezug auf die Nanotechnologie lohnt es sich, über den Tellerrand hinauszublicken und einmal einen ganz anderen Lernort zu schaffen“.

Vierstündiger Workshop

Während die anderen Schüler wie gewohnt in ihren Klassenräumen sitzen, betritt Physiklehrer Hans-Günther Umlauf mit seiner siebten Klasse den überraschend geräumigen Truck. „Für die etwas jüngeren Schüler ist ein einführendes Referat und ein Rundgang durch die Ausstellung geplant“, sagt Umlauf. Die Jugendlichen der Oberstufe bekämen zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit, in einem vierstündigen Workshop zur Nano-Technologie zu forschen und ihr neu erworbenes Wissen im Unterricht anzuwenden. Zusätzlich biete die WFS den Schülern nach dem Gang durch den nano Truck an, ihre Fragen mit dem projektbegleitenden Diplom-Physiker Alexander Heusel zu diskutieren.

Kaum hat Hans-Günther Umlauf die Türen des Trucks hinter der Klasse geschlossen, beginnen sich die Schüler umzusehen. Futuristisch mutet das Innere des imposanten Fahrzeugs an, klar strukturiert und funktional. Gezielt eingesetzte Lichteffekte und Laserstrahlen verstärken den spektakulären Eindruck.

In diesem Ambiente hat Referent Dr. Marco Kollecker leichtes Spiel. Fasziniert lauschen die Schüler seinen Ausführungen, etwa zum so genannten Lotus-Effekt, der mit Hilfe der Nano-Technologie auch auf Textilien zur Anwendung kommen kann.

Von Emily Spanel

Quelle: HNA

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