21 Sicherungsverwahrte wollen weiter protestieren

Gefängnis Ziegenhain: Insassen weiten Hungerstreik aus

Ziegenhain. Die Sicherungsverwahrten im Gefängnis Ziegenhain verschärfen ihren Protest: Ihren zunächst bis zum Freitag beschränkten Hungerstreik wollen sie nun unbefristet fortsetzen, teilte Dagmar Döring, Sprecherin des Justizministeriums auf HNA-Anfrage mit.

Auch hätten sich zwei weitere Insassen mit der Aktion solidarisiert, sodass jetzt 21 Personen auf die Anstaltskost verzichteten.

Nach Auskunft der Anstaltsärztin, die alle Hungerstreikenden untersucht habe, sei deren Gesundheitszustand stabil. Döring machte noch einmal deutlich, dass es für das JVA-Personal schwer überprüfbar sei, ob alle Teilnehmer der

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Streikaktion tatsächlich konsequent auf Nahrung verzichteten.

In der Abteilung der Sicherungsverwahrten gebe es eine Gemeinschaftsküche mit Kühlschrank. Dieser könne durch Einkäufe im anstaltseigenen Laden theoretisch immer neu befüllt werden.

Trotz der Ausweitung der Aktion will das Justizministerium die Situation zunächst nur weiter beobachten.

Mit ihrem Hungerstreik, den sie am Montag begonnen hatten, protestieren die Sicherungsverwahrten gegen ihre gesonderte Unterbringung in der JVA. Diese entspräche nicht den Vorgaben des Europäischen Menschengerichtshofs. (bal)

Quelle: HNA

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