Möbel-Dickhaut: Insolvenzverfahren eröffnet

Schwalm-Eder. Das Amtsgericht Fritzlar hat das Insolvenzverfahren im Fall des Homberger Einrichtungshauses Möbel-Dickhaut eröffnet. Die Firma hatte Mitte Mai wegen Liquiditätsproblemen eine vorläufige Insolvenz anmelden müssen.

Nur so konnte sie weiter die Gehälter und Löhne für die 34 Mitarbeiter zahlen und den Betrieb aufrecht erhalten.

Nun sei die Atempause vorbei, sagte Insolvenzverwalter Dr. Hans-Jörg Laudenbach aus Gießen im Gespräch mit unserer Zeitung. Dennoch sei er optimistisch: Die Geschäftsführung, Angestellten und auch die Hausbank als Hauptgläubigerin hätten in den vergangenen Wochen alle Voraussetzungen geschaffen, um den Betrieb weiterzuführen und das Unternehmen demnächst an einen neuen Eigentümer geben zu können.

Laudenbach liege bereits ein konkretes Angebot vor, ein zweiter Bewerber werde ein weiteres in den nächsten Tagen abgeben. Beide Interessenten sähen die Übernahme des Warenbestandes, der Mitarbeiter und des Gebäudes und damit den Erhalt des Standortes Homberg vor.

Das sei nicht selbstverständlich: „Wir haben auch Interessenten, die nur den Warenbestand kaufen wollen, um damit einen großen Ausverkauf zu starten. Das heißt, dass danach eine leere Immobilie und verbrannte Erde zurück gelassen würden“, sagt der Gießener Rechtsanwalt. Er gehe davon aus, dass das Möbelhaus zum 1. August, spätestens zum 1. September, an einen neuen soliden Eigentümer übertragen werden kann.

In der Betriebsversammlung, die heute stattfindet, sollen die Mitarbeiter über die nächsten Schritte informiert werden. Ob aber der neue Inhaber den kompletten Stamm behalten oder nicht doch auch Kündigungen aussprechen werde, könne Laudenbach nicht sagen. Sicher sei nur, dass der Betrieb ohne fremde Hilfe nicht aufrechtzuerhalten sei.

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Quelle: HNA

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