Workshop in der Hermann-Schuchard-Schule mit Melanchthon-Schülern

Die Integration tanzt HipHop

Viel Applaus für die Darbietung: Schüler der Hermann-Schuchard-Schule lernten gemeinsam mit Melanchthon-Schülern das Tanzen. Foto: privat

Schwalmstadt. „Wir sind aufgeregt, die ganze Schule guckt zu.“ Kurz vor der Generalprobe flatterten bei Madeleine Helbig (17) und Jennifer Heitbrink (17) die Nerven. Denn im Foyer der Hermann-Schuchard-Schule, Förderschule Hephata, zeigten sie den Mitschülern, was sie in den vergangenen beiden Tagen einstudiert hatten – beim integrativen Tanz-Workshop mit Barbara Schönewolf.

Integrative Tanz- und Musikprojekte haben in der Hermann-Schuchard-Schule (HSS) Tradition, heißt es in einer Pressemitteilung. Einmal im Jahr werden diese durch eine Förderung des Kulturnetzes der weiterführenden Schulen in der Schwalm ermöglicht. Das Kulturnetz gibt es seit 2004, von Beginn an wurde es von der Kulturstiftung der Kreissparkasse Schwalm-Eder unterstützt. Mittlerweile profitieren von dem Kulturnetz sechs weiterführende Schulen im Altkreis Ziegenhain. Unter anderem die HSS und die Melanchthon-Schule aus Steina–tal. Einmal im Jahr treffen sich Schüler beider Schulen, um ein integratives Tanz- und Musikprojekt auf die Beine zu stellen. In den vergangenen Jahren stand Trommeln auf dem Programm. In diesem Jahr war Hip-Hop angesagt. Insgesamt zwölf Schülerinnen der neunten Klasse der Melanchthon-Schule sowie acht Schülerinnen und drei Schüler der HSS im Alter zwischen 13 und 19 Jahren hatten sich angemeldet. Musik- und Tanzpädagogin Barbara Schönewolf aus Kassel leitete den Workshop.

Im Foyer sahen 60 Zuschauer die zwölfminütigen Darbietung und klatschten begeistert. „Es ist unglaublich, was die Schüler der HSS geschafft haben. Bewegungsmäßig und musisch sind sie richtig begabt, und die Schüler haben sich gegenseitig gut integriert“, lobte Schönewolf. Auch Hanna Becker (15), Franziska Leipold (15) und Jacqueline Gonther (15) waren begeistert.

Die drei Schülerinnen der Melanchthon-Schule hatten bereits Tanzerfahrung, „Ich dachte, es würde anstrengender. Man hat zwar schon gemerkt, dass einige eine Behinderung haben, weil sie mehr Anläufe brauchten, dann hat es aber doch gut geklappt“, sagte Hanna Becker. (jkö)

Quelle: HNA

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