Martina Trumpp musizierte mit der Pianistin Barbara Anton-Kügler in Kirche in Lobenhausen

Intensives Spiel zweier Virtuosinnen

Intensiv: Barbara Anton-Kügler begleitete am Klavier das Violinspiel von Martina Trumpp, rechts. Foto: Dürr

Lobenhausen. Nur vierzehn Besucher waren am Sonntag in die Kirche der Seligpreisungen in Lobenhausen gekommen. Sie erlebten einen äußerst intensiven Musikabend.

Die junge Geigerin Martina Trumpp musizierte mit der Pianistin Barbara Anton-Kügler Musik der Hochromantik.

Fesselndes Violinspiel

Trumpp wurde bereits mit 15 Jahren Jungstudentin an der Musikhochschule Würzburg. Ihr Ausnahmetalent zeigt sich in ihrem fesselnden Violinspiel: Leidenschaft, Energie und Emotionen führen zu einem starken, leuchtenden Ton auf der warm klingenden Violine. Passagen voller Pathetik werden genauso souverän ausgespielt wie anspruchsvolle Arpeggien. Ihre Partnerin am Flügel ist ihr in jedem Ton eine ebenbürtige Musikerin: virtuos weiß sie sich als Unterstützerin der Violine genauso souverän wie an Stellen, wo das Klavier hervortritt.

So gelang den beiden Musikerinnen im ersten Stück, der Sonate G-Dur von Edvard Grieg, die Spröde des 1. Satzes in den zwei nebeneinander stehenden, stark kontrastierenden Themen genauso souverän wie der heitere 2. Satz und der tänzerische 3. Von Sergej Prokofiev erklangen fünf Miniaturen op. 35 und die Sonate D-Dur.

Beschäfigen sich die Miniaturen jeweils mit einem Thema, ist die Sonate ein typisches Werk Prokofiev, der mit seiner Musik die politischen Verhältnisse in seiner Heimat an den Pranger stellte: Fröhliche Motive verwandeln sich unversehens in Stampfen, große Melodiebögen schwingen, um plötzlich abzubrechen und tonale Passagen stürzen sich in Atonalität. Die Sonate war ursprünglich für Flöte und Klavier komponiert. David Oistrach fand das Thema jedoch so schön, dass er mit Prokofiev gemeinsam eine Violinsonate daraus schuf.

Langer, herzlicher Applaus als Dank für diesen intensiven Abend. (zad)

Quelle: HNA

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