SPD-Veranstaltung in Habichtswald unter anderem zum Thema Strom

Interesse an Rückkauf der Netze

Habichtswald. Ist der Rückkauf der Stromnetze sinnvoll. Diese Frage stand im Mittelpunkt einer Diskussionsrunde der SPD in Habichtswald. Einhellige Meinung: Die Energiewende ist dringend geboten, hierzu ist ein Rückkauf des Habichtswalder Stromnetzes die notwendige Voraussetzung.

SPD-Vorsitzender Neidhard Heinemann, zugleich auch Erster Beigeordneter der Gemeinde, führte aus, dass eine Kooperation mit einem Versorgungswerk dann unerlässlich sei, weil die Gemeinde Habichtswald zu klein wäre, um sich das notwendige „Know-how“ alleine finanziell leisten zu können.

Dass hierzu aber mit einem der vier großen Stromriesen kooperiert werden sollte, befürwortete keiner der Anwesenden. Vielmehr wurde eher die Kooperation mit einem Kommunalen Versorgungswerk favorisiert, so die Sozialdemokraten.

 Heinemann führte weiter aus, dass in den nächsten Monaten Gespräche mit den Stadtwerken Wolfhagen, den Städtischen Werken Kassel und anderen geführt würden, um dann Entscheidungen vorzubereiten.

Energieerzeugung

Auch die Frage der Energieerzeugung in Habichtswald wurde thematisiert. Heinemann informierte darüber, dass es in Habichtswald aufgrund der Lage kaum Windkraftanlagen geben könne.

Auch eine Biogasanlage sei für Habichtswald keine Option. Als konkrete Maßnahme schlägt die SPD vor, das Schwimmbad mit einem Blockheizkraftwerk auszustatten, das Strom erzeugt - eventuell mit einer Holzhackschnitzelanlage - und mit der Abwärme das Wasser des Freibades erwärmt.

Nahwärmenetz

In diesem Zusammenhang könne auch ein kleineres Nahwärmenetz aufgebaut werden, das die Abwärme im Winter für die Beheizung einiger Wohnhäuser nutze.

Förderprogramm

Das bestehende Förderprogramm solle ferner im Hinblick auf Energiesparmaßnahmen (Wärmedämmung) für private Hauseigentümer erweitert werden, „sobald die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde dies zulassen“. (red/awe)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare