Schwalmstädter will Gebäude errichten

Investor baut in Alsfeld: Kerber-Gelände wird von Eberhard Unger  entwickelt

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Viele erinnern sich noch: Das Kaufhaus Kerber in Alsfeld war 1969 gebaut worden, hieß ab 2001 Zinner und wurde 2008 abgerissen. Foto: Krämer/bf

Schwalmstadt. Es wird berichtet, dass seit Samstag das Gerücht rund um das ehemalige Kerber-Gelände durch Alsfeld geisterte. Der Investor sagte: „Es ist alles in trockenen Tüchern.“

Laut Oberhessischer Zeitung hat Unger den Kauf bestätigt.

Gemäß des Berichts will Unger auf dem Gelände durch die Schwestergesellschaft des Maklerunternehmens Unger, die Kurhessen Gewerbebau GmbH, ein dreigeschossiges Gebäude errichten, in demEinzelhändler und Dienstleister ihrenSitz finden sollen. „Es ist aber kein Lebensmittler geplant“, betonte Unger.

Auch mit den Parkflächen und der Zu- und Abfahrt auf das Gelände sieht Unger keine Probleme. „Das Gebäude wird nicht so groß wie das frühere Kaufhaus“, erläuterte er. Für die Planung arbeitet er mit dem Alsfelder Architektenbüro Schmidt und Strack zusammen.

„Die Stadt hat nun ihre Hausaufgaben zu machen“, spielte Unger nun den Ball an die Alsfelder Kommunalpolitik weiter. Denn um sein Projekt wie geplant umsetzen zu können, benötigt der Investor einen Bebauugsplan für das Areal. Inzwischen hat die Stadt Alsfeld für Freitagvormittag zu einem Bekanntgabetermin ins Rathaus eingeladen.

Derzeit ist das Grundstück im Flächennutzungsplan als Mischgebiet ausgewiesen. Da sich die Pläne des Investors nicht in diesen Vorgaben verwirklichen lassen, muss die Stadtverordnetenversammlung einen Bebauungsplan für das Areal erstellen. Dafür hatten die Stadtverordneten bereits im Zuge von früheren Verhandlungen mit Investoren einen Aufstellungsbeschluss gefasst, der aber aufgrund des Scheiterns der damaligen Gespräche nicht umgesetzt wurde.

„Wenn wir das Baurecht nicht bekommen sollten, haben wir ein Rücktrittsrecht beim Kauf“, verweist Unger auf eine Sicherheit im Kaufvertrag mit der Kerber Immobilien GmbH. Allerdings geht der Schwalmstädter Projektierer nicht davon aus, dass sein Vorhaben an der Kommunalpolitik scheitern könnte. Und so setzt er darauf, dass noch in diesem Jahr das Baurecht geschaffen sein wird, so die Oberhessische Zeitung. (red/aqu)

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Quelle: HNA

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