Interview zum Stand des Projekts Einkaufszentrum Wieragrund in Treysa

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Vor genau einem Jahr: Eberhard Unger, Kai Trampedach, Thomas Vockeroth und Wilmar Rüttger präsentierten erstmals öffentlich ihr Projekt.

Schwalmstadt. Wie steht es mit dem Bau des Einkaufszentrums Wieragrund, fragen sich viele Schwalmstädter in diesen Tagen, Gerüchte machen die Runde. Wir sprachen mit dem Sprecher der Wieragrund Einkaufszentrum GmbH, Thomas Vockeroth (Melsungen).

HNA: Es ist bekannt geworden, dass es Gerichtsverfahren wegen des Baus des Einkaufszentrums gibt, was sagen Sie dazu?

Thomas Vockeroth: Es laufen verschiedene Verfahren, dazu geben wir derzeit keine Stellungnahmen ab, denn in wenigen Worten ist das gar nicht möglich.

Bedeutet das einen Stillstand im Wieragrund?

Vockeroth: Keineswegs. Wir wollen nächste Woche planmäßig mit dem Bau der Stützwand für die Wieragrundstraße beginnen, außerdem startet jetzt der zweite von drei Abschnitten der Abrissarbeiten, weitere Altgebäude auf dem Areal werden beseitigt. Den Neubaufortschritt beim Gebäudeteil Aldi kann man auch schon ganz gut erkennen.

Allerdings weiß man inzwischen von Verzögerungen, auch für Aldi.

Vockeroth: Bei einem Bauprojekt dieser Güte ist das zu erwarten, das beunruhigt uns nicht.

Was sagen Ihre Mieter zu den Verzögerungen?

Vockeroth: Mit den Mietern haben wir Gespräche geführt, die zunächst angestrebten Bezugstermine - Frühjahr beziehungsweise Spätherbst 2012 - sind keine Fixtermine.

Drei kleine Grundstücke sind noch immer nicht in Ihrem Besitz, wie werden Sie das Problem lösen?

Vockeroth: Da müssen wir eventuell umplanen. Der Hintergrund ist, dass jemand, der uns zuvor Grundstücke verkauft und positiv mitgewirkt hat, jetzt Vorkaufsrechte geltend machen will.

Damit haben Sie nicht gerechnet?

Vockeroth: Nein, damit haben wir nicht gerechnet. Es gibt manchmal unerwartete Dinge, die passieren. Es ist eben nicht alles zu 120 Prozent vorausberechenbar.

Wie sieht die Investorengruppe jetzt die Lage insgesamt?

Vockeroth: Wir sind gar nicht so unzufrieden. Wir sehen den weiteren Entwicklungen gelassen entgegen, auch wenn es sein kann, dass alles länger dauert.

Bitte sagen Sie noch etwas zu der möglicherweise fälligen Umplanung.

Vockeroth: Dazu möchte ich im Augenblick gar nicht viel sagen, das ist bisher nicht gewollt. Wir haben aber Alternativen vorgesehen. Wir sind angetreten, ein schönes Objekt abzuliefern, die kommenden Monate werden zeigen, ob es notwendig sein wird umzuplanen, optisch wäre es für alle die schlechtere Variante.

Wie ernst ist die Lage durch die drei fehlenden Grundstücke?

Vockeroth: Die Angelegenheit wird das Projekt nicht zu Fall bringen.

Bringen die Verzögerungen Ihnen Probleme mit den Ladenmietern?

Vockeroth: Es gibt keine Änderungen in der Mieterstruktur, wir haben zu allen guten Kontakt, niemand ist abgesprungen.

Manche Schwalmstädter beklagen, dass es von Seiten der Investoren nicht mehr Informationen gibt.

Vockeroth: Wir freuen uns, dass das Interesse am kommenden Einkaufszentrum so groß ist, aktuell ist das der Stand der Dinge.

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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