Ein Zuhause aus Holz

Ippinghäuser baute ein Gartenhaus aus heimischen Bäumen

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Bauen mit Holz: Für sein Gartenhaus verarbeitete der Ippinghäuser Ingo Bandurski Lärchenholz aus dem heimischen Forst. Im Winter wird das Blockhaus mit einem Ofen beheizt.

Ippinghausen. Seine Freizeit verbringt Ingo Bandurski am liebsten hinter seiner Hobelbank aus Holz: Der Ippinghäuser Schreinermeister arbeitet nicht nur von Berufs wegen mit dem wertvollen Rohstoff, sondern schuf sich gleich ein komplettes Zuhause aus Holz.

Zusammen mit seiner Familie bewohnt er ein Holzhaus finnischer Art, das er nebst Carport, Garage und sogar Hundezwinger komplett in Eigenarbeit aufgebaut hat. Auch seinen Garten ziert mit einem Blockhaus, dessen Rohmaterial komplett aus den Beständen des Wolfhager Forsts stammt, ein Schmuckstück der besonderen Art.

„Holz schafft ein gemütliches und warmes Wohnklima“, sagt Bandurski. Wer beim Hausbau auf den Rohstoff aus dem Wald setze, denke zudem nachhaltig und wirtschaftlich: „Holz dämmt und isoliert sehr gut und trägt somit zu einer positiven Energiebilanz bei.“

Mit einer Kanada-Reise vor 25 Jahren begann die Begeisterung des Ippinghäusers für das unkonventionelle Bauen mit Holz. Gemeinsam mit einem Freund bereiste er das Land mit dem Kanu, als beide an der Grenze zu Alaska auf die landestypische Bauweise der Blockhütten aufmerksam wurden. In der kanadischen Wildnis baute Ingo Bandurski dann sein erstes eigenes Holzhaus – damals noch komplett ohne den Einsatz von schwerem Werkzeug wie etwa einer Motorsäge.

Holzbau in Ippinghausen

Den Traum von der urig-gemütlichen Lebensweise nahm Bandurski mit nach Deutschland. Für sein Gartenhaus verarbeitete er sechs Festmeter Lärchenholz aus dem heimischen Forst: „Zusammen mit einem Forstwirtschaftsmeister habe ich die Bäume sogar selbst gefällt.“

Ideal zum Bauen: Lärchenholz ist besonders robust und resistent gegen Feuchtigkeit.

In nur sechs Wochen stemmte der Ippinghäuser Schreinermeister dann den kompletten Aufbau in Eigenleistung: „An meinem Gartenhaus ist alles natürlich – sogar die Fensterrahmen habe ich aus heimischen Holzbeständen selbst gezimmert.“

Ein Hingucker ist auch das Gründach des Hauses: „Ich habe es kurz nach Abschluss meiner Bauarbeiten mit wurzeldichter Folie bespannt und die übrig gebliebenen Rindenspäne daraufgelegt“, sagt Bandurski. „Den Rest hat die Natur dann selbst erledigt.“ Nun blühen neben Fetter Henne und Klee sogar Kamille und Schnittlauch auf dem Dach.

Einsatz für Nachhaltigkeit

Seinen Einsatz für das bewusste Bauen mit Holz führt Ingo Bandurski auch an seinem Arbeitsplatz, einer Firma für die Herstellung von Sitzmöbeln, fort. Als PEFC-Beauftragter trägt er dort Sorge dafür, dass nur Holz verbaut wird, dass ökologisch angebaut, bewirtschaftet und geerntet wurde.

Quelle: HNA

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