Alter Adler hat ausgedient

Marco Seumer und Susi Weigand sind Ippinghausens neues Königspaar

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Die neuen Würdenträger der Schützenbruderschaft Ippinghausen: (von links) Jugendkönig Manuel Claus, Königin Susi Weigand, König Marco Seumer und Jugendkönigin Aileen Ledderhose. 

Ippinghausen. Anstand und Sitte zählten schon immer zum Fundament der Schützenbruderschaft. Deshalb lassen die Brüder beim Königsschießen auch den Schützenschwestern den Vortritt.

Elf Frauen bewarben sich diesmal um die Königinnenwürde. Nach vorher festgelegter Reihenfolge sicherte sich Susi Weigand mit dem 92. Schuss den Königinnentitel und wiederholte damit ihren Erfolg aus dem Jahr 2009.

Bei den Männern traten 21 Schützen an den Start. Nach dem 82. Schuss war auch hier die Entscheidung gefallen. Marco Seumer konnte sich als neuer Schützenkönig feiern lassen. Seit 22 Jahren ist er Schützenbruder, hat eigentlich in dieser Zeit kein Königsschießen versäumt, konnte sich jedoch noch nie in die Siegerliste eintragen. Diesmal klappte es endlich – entsprechend groß war seine Freude.

Und auch im nächsten Jahr wird König Seumer wieder ganz nah am Adler dran sein. Das hölzerne Tier wurde für das diesjährige Königsschießen zum letzten Mal von Tischlermeister Herbert Bandurski gebaut. Im kommenden Jahr übernimmt Marco Seumer, der gelernte Zimmermann, diese ehrenvolle Aufgabe.

Mit dem Kleinkaliber-Sportgewehr wurde auf das hölzerne Wappentier geschossen. Dies geschah unter strenger Aufsicht von Herbert Bandurski, Franz Tichatschek und Friedhelm Ledderhose, die als Mitglieder der Bruderschafts-Sportschützensparte über die behördliche Genehmigung für den Umgang mit dieser Waffe verfügen.

Vervollständigt wurde das neue Herrscherhaus aus dem Dorf am Fuße der Weidelsburg, dessen Schützenbruderschaft urkundlich erstmals 1745 erwähnt wurde, durch Aileen Ledderhose als neue Jugendkönigin und Manuel Claus als neuer Jugendkönig. Der Nachwuchs ermittelte ihre Würdenträger mit dem ungefährlichen Biathlon-Lichtgewehr.

Erst 217 Jahre nach der Gründung der Ippinghäuser Schützenbruderschaft als Not- und Schutzgemeinschaft, im Jahr 1962 wurde erstmals ein Schützenkönig ausgeschossen – mit dem Luftgewehr auf die kleine Zehner-Ringscheibe. In den 1980er-Jahren durften dann in einem eigenen Wettbewerb auch die Frauen mitschießen. Seit 1996 wird das Herrscherhaus der Ippinghäuser Traditionsschützen mit dem Schuss auf den Holzadler mit dem Kleinkalibergewehr ermittelt.

Quelle: HNA

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