Sehnsucht nach der Grünen Insel

Irischer Abend mit Musik und Literatur

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Irische Impressionen: Buchhändlerin Elke Müldner, Norbert Schröder (links) und Helmut Uthof von den „Drunken Sailor“ aus Ippinghausen mit irischen Büchern und Karte.

Ippinghausen. Die Sänger des Shanty-Chors „Drunken Sailor“ und ihre Familien sind schon sehr aufgeregt. Schließlich besuchen ihre Shanty-Freunde aus Irland sie zum ersten Mal in Deutschland.

Sechs Tage lang werden die Shanty-Chöre „Ashore for a loaf“ und „Eight Bells“ zu Gast in Ippinghausen sein.

Hauptgrund des Deutschlandbesuches ist ein sogenannter „Sing along“, eine Art Rundgesang in privater Atmosphäre bei Shanty-Sänger Helmut Uthof am Samstag in Ippinghausen. Aber natürlich wird es nicht bei diesem einem Auftritt der Shanty-Chöre bleiben. Am Freitag, 13. Oktober, gibt es einen „literarisch-musikalischen Irland-Abend mit Fernwehcharakter“ im Haus des Gastes um 19 Uhr. Eintritt ist frei. Gemeinsam mit den beiden irischen Shantycrews werden die „Drunken Sailor“ ein musikalisches Gastspiel mit Seemannsarbeitslieder, den Shantys, geben. Die Sänger aus dem Weidelsburgdorf werden dabei auch von ihren musikalischen Auftritten und Reiseerlebnissen entlang des „Wild Atlantic Way“ auf der „Grünen Insel“ erzählen. Den literarischen Teil bestreiten Dr. Klaus-Peter Lorenz von der vhs Region Kassel mit klassischer irischer Literatur und Elke Müldner von der Buchhandlung Mander mit modernen irischen Texten.

Doch wie kam es überhaupt zu dieser irisch-deutschen Shanty-Freundschaft? Norbert Schröder von den „Drunken Sailor“ erzählt, dass die Sänger zu einem Shanty-Workshop auf einem Schulschiff in Bremen weilten. Dabei lernten sie einen irischen Shanty-Chor kennen, der sie zu einem Festival in Waterford im Süden Irlands einlud. Die Ippinghäuser nahmen die Einladung an und kamen so in 2010 zum ersten Mal nach Irland. Und erst dort lernten sie die Mitglieder des „Ashore for a loaf“ aus Rosses Point im County Sligo im Nordwesten der Insel kennen. Die irische Gastfreundschaft und das besondere Flair der Shanty-Festivals beeindruckten die Ippinghäuser so sehr, dass sie inzwischen zum siebten Mal an dem Wild-Atlantic-Shantyfestival in Rosses Point teilnahmen.

Nun soll endlich der erste Gegenbesuch der Iren stattfinden. Lustigerweise haben die Sänger von „Ashore for a loaf“ Ippinghausen lange Zeit an der Küste Deutschlands vermutet, da die „Drunken Sailor“ immer von einem Fluss namens Elbe erzählt hatten. „Wir haben ihnen aber auch von Hans Staden berichtet“, sagt Norbert Schröder. Als die irischen Sänger diesen Begriff im Internet suchten, kamen sie auf Wolfhagen und damit auch auf Ippinghausen. Vorsichtshalber werden die Sänger des Shantychors „Drunken Sailor“ aber die irischen Freunde am Flughafen Köln persönlich abholen und ihnen während ihres Aufenthalts auch das schöne Nordhessen zeigen. (un)

Quelle: HNA

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