Zuwachs und Rückgänge beim Neuwagen-Absatz – Händler locken mit Rabatten

Was neu ist, verkauft sich

Verkauf kam ins Rollen: Uwe Mittelstädt, Mitglied der Geschäftsführung im Autohaus Ostmann, kann zufrieden sein. Das Wolfhager Autohaus hatte im Jahr 2011 einen zweistelligen Prozentzuwachs. Foto: Hempel

Wolfhager Land. Mit gemischten Gefühlen blicken die Autohändler im Wolfhager Land auf das vergangene Geschäftsjahr zurück. Teilweise ist die Zahl der verkauften Neuwagen gestiegen, aber auch Rückgänge hat es gegeben. Das hat eine stichprobenartige Umfrage der Wolfhager Allgemeine ergeben.

Das Wolfhager Autohaus Ostmann hat im vergangenen Jahr elf Prozent mehr Neuwagen verkauft als im Jahr zuvor, erklärte Verkaufsleiter Karl-Heinz Arend. Insgesamt 2008 Neuwagen ist der Händler im Jahr 2011 losgeworden.

Einen Großteil ihrer Autos können die Händler nicht mehr zu Listenpreisen verkaufen. „Wir verkaufen fast alles nur noch mit Rabatten“, sagt Marco Schwarz vom Hyundai-und Mitsubishi-Autohaus in Wolfhagen. Aktionsverkäufe seien inzwischen zur Normalität geworden. „Mit den Verkaufsförderungsaktionen wollen die Hersteller den Verkauf ankurbeln.“ Auch bei Preisverhandlungen mit den Kunden gebe es Spielräume, die je nach Modell unterschiedlich groß seien, sagt Arend.

Bei dem Hyundai-Händler habe man das Ziel erreicht, so Schwarz. Die Verkaufszahlen seien im Vergleich zum Jahr davor relativ gleich geblieben. „Wir haben fast 140 Hyundais und 60 Mitsubishis verkauft. Damit sind wir zufrieden.“

Das Wolfhager Ford- und Opel-Autohaus Güde hat mit rund 100 Neuwagen 2011 etwa genauso viele Autos verkauft wie im Jahr zuvor. „Auch wir arbeiten mit Rabatten und Tageszulassungen“, sagt Markus Lawatsch. Zwar ändert eine Tageszulassung nichts an der Qualifikation des Fahrzeugs als Neuwagen, aber dieser Wagen kann danach mit höherem Rabatt an den Kunden verkauft werden.

Im Naumburger Opel-Autohaus Volmar machen Rabattaktionen etwa die Hälfte des Verkaufs aus, sagt Inhaber Dietmar Nungesser. Um 20 Prozent seien die Verkaufszahlen des Naumburger Autohändlers im vergangenen Jahr eingebrochen. „Der Markt ist gut abgedeckt“, so Nungesser. „Man merkt auch, dass den Kunden das Geld nicht mehr so locker in der Tasche sitzt.“ Im Moment sei die Nachfrage wieder leicht gestiegen.

Lawatsch vom Autohaus Güde blickt trotz Euro-Krise optimistisch auf das Jahr 2012. So auch Arend: „In diesem Jahr werden wir sehr viele neue Modelle bekommen.“ Was neu ist, verkaufe sich gut, sagt der Wolfhager VW-Verkaufsleiter.

Von Claudia Hempel

Quelle: HNA

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